Neben der Botschaft der Ukraine befindet sich eine weitere diplomatische Vertretung, die Botschaft von Aserbaidschan, die sich im Haus Nr. 16 befindet, einem bedeutenden städtebaulichen Objekt.
Dieses Haus entstand nicht auf einmal, sondern allmählich: Der linke Teil existierte bereits 1806 als zweigeschossiges Steinhaus des Majors A.I. Tschelischew, während der rechte 1874 auf Betreiben der Witwe des Professors der Moskauer Universität I.I. Dawydowa erbaut wurde. 1905 wurden beide Teile vereinigt und für die möblierten Zimmer „Kleines Paris“ umgebaut, wodurch ein dreigeschossiges Haus mit Dekor entstand, das bis heute erhalten geblieben ist.
M.V. Naschokina, eine bekannte Spezialistin für die Architekturgeschichte des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts, beschreibt das Haus als „ein sehr eigenwilliges Gebäude im Jugendstil dank seines Dekors“. Üppige Stuckarbeiten beleben seine strengen Formen: Stängel von Disteln, schlangenartige Haare weiblicher Masken, männliche Masken unter dem Gesims, umgeben von Früchten und Blättern der Traube, schauen missmutig auf die Passanten. Die Metallgitter der drei Balkone im dritten Stock sind ebenfalls im dekorativen Jugendstil gestaltet.
Im älteren linken Teil des Hauses, neben dem Zugang zum Innenhof, befand sich eine Zeit lang die Schreiberschenke, deren Tür später in ein schmales Fenster verwandelt wurde. Die Schenke entstand 1918 als Buchhandelsunternehmen auf Genossenschaftsbasis, das in ein kooperatives Verlagshaus umgewandelt werden sollte. Hier verkauften die Schriftsteller M.A. Osorgin, B.K. Saitsev, V.F. Chodasiewitsch Bücher. Ariadna Efrohn erinnerte sich, dass man in der Schenke nicht nur gedruckte, sondern auch handschriftliche Werke erwerben konnte: Autografen von Schriftstellern und Dichtern, selbstgemachte Bücher aus verschiedenen Papiersorten, manchmal illustriert und von den Autoren gebunden. Während der Existenz der Schenke wurden etwa zweihundert solcher Ausgaben verkauft, darunter mehrere Bücher von Marina Zwetajewa, sorgfältig mit roter Tinte ausgefüllt.
1921 zog die Schenke aus den Räumlichkeiten der ehemaligen Bibliothek, die sie im Haus Nr. 16 belegt hatte, in die Bolshaya Nikitskaya, in das Haus Nr. 24, und die frei gewordenen Räumlichkeiten wurden von einem Wohnheim des Kominterns eingenommen.
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