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Mazaraki Andrian Semjonowitsch

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Die Traditionen der russischen Aufklärung haben ihren Ursprung in der fernen Vergangenheit Russlands, aber heute möchte ich über einen Menschen berichten, der in einer für uns näheren Zeit lebte, Andrian Semjonowitsch Mazaraki. Er stammte aus einem russischen Adelsgeschlecht mit polnischen Wurzeln, war der Sohn des Generalleutnants Semjon Semjonowitsch Mazaraki und der Enkel des Staatsrates Ilja Nikolajewitsch Debolzow.

Andrian Semjonowitsch war ein wohlhabender Mann und erhielt eine ausgezeichnete Ausbildung. Er schloss das Pagenkorps ab und diente fünf Jahre im Leibgarde-Semjonowski-Regiment. Im Jahr 1858, im Alter von 23 Jahren, legte Leutnant Mazaraki seinen Militärdienst nieder und wechselte in die Bürokratie. Doch auch diese Tätigkeit brachte ihm keine Zufriedenheit, und 1864 trat er zurück, um sich der Wohltätigkeit zu widmen. Neben der finanziellen Unterstützung der Musikkunst wurde Andrian Semjonowitsch selbst ein guter Musiker und bewegte sich in den Kreisen der kreativen Elite des Russischen Kaiserreichs. Er fand leicht einen gemeinsamen Nenner mit bekannten Persönlichkeiten, unter seinen Freunden waren die Brüder Rubinstein. Neben der Musik engagierte er sich auch in anderen sozialen Angelegenheiten, weshalb er zum ehrenamtlichen Friedensrichter gewählt wurde. Andrian Semjonowitsch reagierte stets auf das Leid der Menschen, konnte einem Bauern helfen, der sein Haus verloren hatte, oder das ganze Dorf in einem Hungerjahr ernähren. Dafür erhielt er die Liebe und Anerkennung von Menschen aus verschiedenen Gesellschaftsschichten.

Besonders hervorzuheben ist, dass die Enkelin von Andrian Semjonowitsch die bekannte russische Sängerin Nadeschda Andrejewna Obuchowa war, die noch zu Zeiten von Nikolai II. auf der Bühne debütierte und ihre Karriere in der Sowjetzeit fortsetzte. Wir verdanken Andrian Semjonowitsch das Erscheinen einer so talentierten Sängerin nicht nur aufgrund der familiären Verbindung, sondern auch, weil er ihr die Liebe zur Musik vermittelte und ihre Fähigkeiten von Kindheit an förderte. Andrian Semjonowitsch verstarb am 4. Januar 1906. Er erlebte den Erfolg seiner Enkelin nicht, hinterließ aber ein dankbares Andenken.

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