Am 12. Mai 1855 wurde der herausragende russische Komponist, Pädagoge und Dirigent Anatoli Konstantinowitsch Ljadow geboren.
Sein Vater, ein bekannter Dirigent, begann, seinen Sohn ab dem fünften Lebensjahr in Musik zu unterrichten. Diese Unterrichtsstunden führten dazu, dass Anatoli an das Petersburger Konservatorium aufgenommen wurde, das er mit Auszeichnung abschloss. Sein größtes Interesse galt dem Klavier, für das er später zahlreiche Werke schrieb.
Interessanterweise wurde Anatoli im sechsten Jahr seiner Ausbildung aufgrund von Fehlzeiten vom Konservatorium ausgeschlossen, wurde jedoch bald wieder aufgenommen, wurde Schüler von Rimsky-Korsakov und war der Beste seines Jahrgangs. Fast unmittelbar nach seinem Abschluss wurde er eingeladen, am Konservatorium zu unterrichten, und später auch in der Hofsänger-Kapelle. Zu seinen Schülern gehörten so bekannte Komponisten wie Gnessin und Prokofjew.
Zur gleichen Zeit begann Ljadow, der nicht wohlhabend war, seinen Lebensunterhalt mit der Schaffung musikalischer Werke zu verdienen. Er schrieb Stücke, Walzer und symphonische Dichtungen, die ihm Ruhm einbrachten. Sergei Pawlowitsch Diaghilew bestellte bei ihm Musik für das Russische Ballett. Anatoli Konstantinowitsch war ein einzigartiger Komponist, der sowohl eine Sammlung von Liedern auf russischen Volksliedtexten als auch die berühmten symphonischen Dichtungen „Kikimora“ und „Tanz der Amazonen“ schuf.
Leider war sein Leben nicht von langer Dauer. Ljadow starb am 28. August 1914 im Alter von 59 Jahren. Er wurde auf dem Nowodewitschi-Friedhof in St. Petersburg beigesetzt, aber nach der Revolution wurde der Friedhof verwüstet, und 1936 wurden die Überreste des Komponisten im Nekropol der Meister der Künste umgebettet.
An den herausragenden Komponisten erinnerte man sich erst im Jahr des hundertsten Geburtstags mit der Herausgabe einer Briefmarke mit seinem Bild. Seit 1990 findet in der Stadt Borowitschi, wo seine Frau geboren wurde, jährlich ein Kunstfestival zu Ehren Ljadows statt. In Borowitschi wurde eine Musikschule und eine Straße in dem benachbarten Dorf Polynkowo, wo einst sein Haus stand, nach ihm benannt. In Moskau trägt eine Kindermusikschule seinen Namen.
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