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Lunin Michail Sergejewitsch

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Die Namen vieler Dekabristen sind für immer in der Geschichte Russlands verankert, und einige von ihnen fanden sogar ihren Niederschlag in der Literatur. Unter ihnen war der Kavalergard Michail Sergejewitsch Lunin, über den Puschkin, Tolstoi und Dostojewski schrieben.

Lunin stammte aus einer Adelsfamilie und widmete sein Leben dem Militärdienst. Er zeichnete sich durch unglaublichen Mut und Kaltblütigkeit aus und fand Freude im Kampf selbst. Zu dieser Zeit fanden die Napoleonischen Kriege statt, und Lunin nahm an den Schlachten von Austerlitz, Smolensk und Borodino teil, wofür er zahlreiche Auszeichnungen erhielt.

Im friedlichen Leben war Michail Sergejewitsch ebenso leidenschaftlich. In der höheren Gesellschaft von Petersburg war er als Lebemann und Partylöwe bekannt. Seine Eskapaden wurden in der ganzen Hauptstadt diskutiert. Einmal tauschte er zum Spaß über Nacht die Schilder der Geschäfte auf der Newski-Prospekt aus. Ein anderes Mal ritt er aus Wette nackt auf einem Pferd durch das Stadtzentrum. Die Bewohner erinnerten sich auch daran, wie Lunin, betrunken, unter den Fenstern der Kaiserin Serenaden sang und ihr seine Liebe gestand.

Im Jahr 1816 änderte sich das Leben von Michail Sergejewitsch. Er trat in die geheime Gesellschaft der Dekabristen „Vereinigung der Rettung“ ein, wo er oft radikale Ideen vorschlug. Zum Beispiel entwickelte Lunin einen Plan zur Ermordung von Alexander I., der einen Hinterhalt auf der Straße und einen Überfall in Masken vorsah, um unerkannt zu bleiben. Seine Kameraden wiesen jedoch diese Idee zurück. Bald war Lunin von der Unentschlossenheit seiner Freunde enttäuscht und verließ die Gesellschaft, um im Grodnoer Husarenregiment in Polen zu dienen.

Obwohl Lunin nicht am Aufstand auf dem Senatsplatz teilnahm und faktisch unschuldig war, tauchte sein Name bei den Verhören auf, und die Ermittler richteten schnell ihre Aufmerksamkeit auf ihn. Durch andere Dekabristen wurde sein Plan zur Ermordung von Alexander I. bekannt, was als ausreichender Grund für lebenslange Zwangsarbeit angesehen wurde. Im Exil schrieb Lunin Bücher und Artikel über die Dekabristen und organisierte sogar einen politischen Zirkel. Er starb 1845.

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