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Nikolai Semjonowitsch Leskow

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Autor des berühmten "Lewscha"

Der russische Schriftsteller Nikolai Leskow bleibt bis heute weniger bekannt als seine berühmteren Zeitgenossen, obwohl einige seiner Werke ein unverzichtbarer Teil der russischen Kultur geworden sind.

Leskow dachte zum ersten Mal über eine literarische Karriere nach, während er bei der Firma "Schkott und Wilkens" arbeitete, die seinen Verwandten mütterlicherseits gehörte. Als Agent des Unternehmens reiste er viel durch Russland, und die lebhaften Eindrücke und interessanten Beobachtungen aus diesen Reisen drängten förmlich auf Papier.

Leskow interessierte sich immer für das Leben des russischen Volkes. Bevor er einen Artikel über die Altgläubigen schrieb, studierte er ihren Lebensstil sorgfältig. Lew Tolstoi nannte Leskow "den russischsten aller Schriftsteller".

Bei der Schaffung seiner Werke betonte Leskow die Bedeutung der sprachlichen Merkmale der Charaktere und die Individualisierung ihrer Sprache.

Kurz vor seinem Tod veröffentlichte Leskow eine vollständige Sammlung seiner Werke in 12 Bänden beim bekannten Verleger Suvorin (der 12. Band erschien bereits nach seinem Tod). Diese Sammlung wurde schnell verkauft, was dem Schriftsteller nicht nur ein erhebliches Honorar, sondern auch literarischen Erfolg einbrachte. Mit diesem Erfolg war jedoch auch ein unangenehmes Ereignis verbunden: Der 6. Band, der kirchliche Werke enthielt, wurde auf Drängen der Zensur zurückgezogen. Diese Nachricht erreichte Leskow auf der Treppe der Druckerei und wurde der Grund für seinen ersten schweren Herzinfarkt.

Nikolai Semjonowitsch Leskow starb am 21. Februar 1895 in St. Petersburg an einem weiteren Asthmaanfall, der ihn in den letzten fünf Lebensjahren quälte. Er wurde auf dem Wolkow-Friedhof in St. Petersburg beigesetzt.

Interessanterweise wurde die vollständige Sammlung der Werke dieses bekannten Schriftstellers erst fast 100 Jahre später, im Jahr 1996, veröffentlicht.

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