Das Heilgebäude ist Teil des historischen Ensembles der städtischen Klinik für Nervenkrankheiten, die von Dr. L.S. Zeitlin gegründet und zwischen 1912 und 1914 von dem herausragenden Architekten E.V. Scherwinski im neoklassizistischen Stil erbaut wurde. Das Projekt der Klinik wurde im Jahrbuch der Moskauer Architektengesellschaft von 1914 veröffentlicht und erhielt sofort hohe Anerkennung von Zeitgenossen: „Dies ist eines der besten Gebäude Moskaus im neoklassizistischen Stil in seiner vollkommensten und gleichzeitig kammermusikalischen Form. Die Klinik wird von einem bemerkenswerten französischen Park mit einer Laube, Parterren und Reihen von Vorhängen umgeben.
Der Standort für die Klinik wurde nicht zufällig gewählt: Rund um das Donskoi-Kloster entstanden zu Beginn des 20. Jahrhunderts mehrere wohltätige heilpädagogische Einrichtungen. Im nördlichen Teil des Blocks wurde eine Schule für Blinde gebaut, daneben die Arnold-Schule für Gehörlose. Im südlichen Teil befand sich die „Private Klinik für seelisch Kranke von N.N. Baschenow und L.S. Zeitlin“, die Nachfolgerin der bekannten psychiatrischen Klinik Becker wurde. Hier arbeitete N.N. Baschenow, ein herausragender russischer Psychiater, beim Begründer der Moskauer psychiatrischen Schule, Professor S.S. Korsakow. Heute heißt diese Einrichtung „Wissenschaftlich-praktisches psychoneurologisches Zentrum benannt nach Z.P. Solowjow“.
Das Ensemble zeichnet sich durch eine geometrisch korrekte Planung aus. Drei Hauptgebäude der Geschichte befinden sich links von der zentralen Achse.
Das Gebäude 7 ist mit der Hauptfassade zur Donskoi-Straße ausgerichtet, wo der Haupteingang zur Klinik vorgesehen war. Die Fassade ist mit einem Portikus aus sechs korinthischen Halbsäulen und einem kompliziert profilierten Gesims mit glattem Architrav und dreieckigem Giebel geschmückt. Die Fenster beider Etagen sind mit rahmenartigen Fensterverkleidungen dekoriert, die Fenster der ersten Etage sind mit Fächer-Schlössern gestaltet, während die der zweiten Etage in flachen Nischen eingesetzt sind. Die Wände auf beiden Seiten des Portikus sind mit Rustika bearbeitet. Rechts vom Portikus hat sich das ursprüngliche metallene Vordach über dem Eingang erhalten.
Die Hauptfassade (nordwestlich) und das Vordach entsprechen vollständig der Darstellung auf der Gravur von 1914, ebenso wie der Brunnen vor dem Eingang, der wahrscheinlich an der Stelle des ursprünglichen historischen 1914 erbaut wurde.
Bemerkenswert ist, dass im Gebäude die historische Planung erhalten geblieben ist. Höchstwahrscheinlich hatte das Erdgeschoss einen repräsentativen Zweck: Dort war eine Halle mit paarweise angeordneten Säulen des toskanischen Ordens im Zentrum eingerichtet. In einigen Räumen sind die Stuckverzierungen, die ursprünglichen Füllungstüren mit verglasten Oberlichtern, die metallenen Treppengeländer mit Holzhandläufen, Dolomitstufen und die Metlakh-Platten der Treppenpodeste erhalten geblieben.
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