Dieses Gebäude, das an eine mittelalterliche Burg erinnert, ist längst zum Symbol der Krim geworden und vielen als Schwalbennest bekannt. Im Laufe seiner Geschichte hat dieser Ort mehrere Namen gewechselt. Die ersten Siedler, die alten Griechen, ließen sich hier um das 1. Jahrhundert n. Chr. nieder und nannten den malerischen Felsen nach Aurora, der Göttin der Morgenröte. Wenn man hier den Sonnenaufgang erlebt, versteht man leicht, warum sie gerade diesen Namen wählten.
Der Felsen erlangte große Popularität Ende des 19. Jahrhunderts. Das milde Klima, der klare Himmel und das Meer zogen viele Bewohner des Russischen Reiches an. Die Ländereien wurden schnell verkauft, und 1889 baute Dr. Adalbert Tobin hier ein Haus mit einer weißen Balustrade auf dem Dach, das er "Anwesen" Weiße Schwalbe nannte. In der Nähe befanden sich einfache Ferienhäuser, die an Touristen vermietet wurden. Allmählich wurde das Haus des Arztes zu einer Sehenswürdigkeit der Südküste der Krim, und es wurde von so bekannten Künstlern wie Aivazovsky und Bogolyubov dargestellt.
Nach dem Tod von Tobin erwarb Baron Steingel das Grundstück, der das "Anwesen" vollständig umbaute. Unter ihm entstanden Türmchen, Spitzen, Treppen und etwas, das wie Schießscharten aussah. Im Gegensatz zu anderen Besitzern von Kurorten vermietete er sein Schwalbennest nicht, sondern bevorzugte es, hier selbst zu entspannen. Ein neues Leben für das Haus begann nach der Evakuierung der Weißen Armee aus der Krim. Das "Nest" wurde verlassen, und es war geplant, es in ein Restaurant und dann in eine Bibliothek umzuwandeln, doch alles änderte sich durch das Erdbeben von 1927 mit einer Magnitude von bis zu 7, dessen Epizentrum im südlichen Teil der Halbinsel lag.
Der Balkon stürzte ein, die Fundamentstützen wurden beschädigt und die Türme zerstört. Das Schwalbennest wurde dringend zur Reparatur geschlossen, die fast 40 Jahre dauerte. Die Kuriosität wurde erst 1971 wieder eröffnet. Heute befindet sich im Inneren ein Museum, man kann um das Gebäude spazieren, auf den Balkon gehen und großartige Fotos machen. Um hierher zu gelangen, muss man allerdings 1200 Stufen hinuntersteigen, aber für so eine Schönheit lohnt es sich!
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