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Nadezhda Petrowna Lamannova

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Der Name von Nadezhda Lamannova war nicht nur in Russland, sondern auch in Europa bekannt. Sie wurde mehrfach als beste Modedesignerin ausgezeichnet. Lamannova gehörte zu den Menschen, die ihren Erfolg selbst erarbeitet haben. Sie begann ihre Karriere von Grund auf, ohne Protektion. Ihre Ausbildung war die einer Geographielehrerin, doch sie wollte nicht in der Schule unterrichten und zog mit 20 Jahren von Nischni Nowgorod nach Moskau.

In Moskau begann sie als Schneiderin in einer Werkstatt zu arbeiten und wurde bald zur führenden Spezialistin. Nach und nach wurden wohlhabende Aristokraten zu ihren Kunden, und Lamannova beschloss, ihr eigenes Geschäft zu eröffnen. Zunächst hatte sie einen kleinen Laden, aber mit jedem Jahr wuchs die Anzahl der Bestellungen. Sie wurde die bekannteste Modedesignerin Moskaus und erhielt 1904 den Titel der Hoflieferantin Ihrer Kaiserlichen Hoheit.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden auch französische Aristokraten ihre Kunden. Nadezhda Petrowna arbeitete mit dem berühmten Designer Paul Poiret zusammen. Eine Besonderheit ihres Stils war die Moulage-Methode zur Erstellung von Kleidung: Der Entwurf eines Kleides wurde direkt am Körper erstellt, indem der Stoff mit Stecknadeln fixiert wurde. Alle Kostüme und Kleider wurden perfekt an die Figur angepasst. Diese Methode lehrte Lamannova auch ihren Mitarbeiterinnen. Zeitzeugen berichten, dass sie gut bezahlte, aber qualitativ hochwertige Arbeit verlangte. Lamannova kleidete auch die Schauspieler des Bolschoi-Theaters ein und entwarf Kostüme für die Aufführungen von "Die Hochzeit des Figaro", "Zoyka's Apartment", "Prinzessin Turandot".

Nach der Oktoberrevolution wurde sie verhaftet, und ihre Freilassung gelang nur dank des Eingreifens von Gorki. Ihre Unternehmen wurden nationalisiert, und sie begann von neuem, Alltagskleidung zu entwerfen. Lamannova arbeitete bis zu ihrem Lebensende und starb laut verschiedenen Angaben 1941 an einem Herzinfarkt.

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