Alexander Iwanowitsch Kuprin (1870, 1938), bekannter russischer Realistenschriftsteller, der die Anerkennung der Leser gewann. Seine Werke, wie „Der Zweikampf“, „Das Granatarmband“ und „Olesja“, sind zur Klassik der russischen Literatur geworden.
Kuprin wurde am 26. August (7. September) 1870 in Narowtschat, Gouvernement Penza, in einer Familie von kleinen Beamten geboren. 1871, nach dem Tod des Vaters, zog die Familie nach Moskau, wo sie finanzielle Schwierigkeiten hatte.
Mit sechs Jahren trat Alexander in die Moskauer Waisenanstalt ein, die er 1880 abschloss. Danach setzte er seine Ausbildung an der Alexandrowskaja Militärschule fort, was sich in seinen Werken „An der Wende (Kadetten)“ und „Junkers“ widerspiegelt. Sein erster veröffentlichter Erzählung, „Der letzte Debüt“, erschien 1889.
Ab 1890 diente Kuprin als Unterleutnant in einem Infanterieregiment und veröffentlichte in dieser Zeit zahlreiche Essays und Geschichten, wie „Die Untersuchung“, „In der Mondnacht“ und „Im Dunkeln“. Nach vier Jahren trat er in den Ruhestand und begann, durch Russland zu reisen, während er sich in verschiedenen Berufen versuchte. In dieser Zeit lernte er Iwan Bunin, Anton Tschechow und Maxim Gorki kennen, und seine Geschichten basierten auf persönlichen Eindrücken von seinen Reisen.
Kuprin schrieb über verschiedene Themen: militärische, soziale und Liebesthemen. Die Erzählung „Der Zweikampf“ (1905) brachte ihm großen Erfolg. Die Liebesthematik wird eindrucksvoll in der Erzählung „Olesja“ (1898), einem seiner ersten großen Werke, und in „Das Granatarmband“ (1910), das der unerwiderten Liebe gewidmet ist, dargestellt.
Alexander Kuprin schuf auch Werke für Kinder, wie „Der Elefant“, „Die Starlinge“ und „Der weiße Pudel“.
Das Leben und das Schaffen Kuprins waren untrennbar miteinander verbunden. Da er die Politik des militärischen Kommunismus nicht akzeptierte, emigrierte er nach Frankreich. Doch selbst im Ausland erlosch seine schriftstellerische Aktivität nicht: Er schrieb weiterhin Erzählungen, Geschichten, Artikel und Essays, obwohl er finanzielle Schwierigkeiten hatte und seine Heimat vermisste. Nach 17 Jahren kehrte Kuprin nach Russland zurück, wo er seinen letzten Essay „Moskau, meine Heimat“ veröffentlichte.
Nach einer schweren Krankheit starb Alexander Kuprin am 25. August 1938. Er wurde auf dem Wolkow-Friedhof in Leningrad neben dem Grab von Iwan Turgenew beigesetzt.
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