Die Kruzić-Kasernen, ein Objekt des kulturellen Erbes von nationaler Bedeutung, befinden sich auf dem Gelände des ehemaligen Gartens des Kruzić-Erzpriesterhofs, im östlichen Teil. Nach der Aufhebung des gleichnamigen Bistums im Jahr 1798 wurde ein Teil der Gebäude des Hofes an das Gendarmeriekorps übergeben und später an das Militärministerium übertragen. Im 19. Jahrhundert wurde das Gebäude für neue Bedürfnisse umgebaut, und heute bringt die Restaurierung ihm sein ursprüngliches Aussehen zurück. Im Gebäude des Kruzić-Staatsbefehls aus dem 17. Jahrhundert wurde eine Garnisonswache eingerichtet, die auch zur Unterbringung politischer Gefangener genutzt wurde. Zu den bekannten Insassen dieses Gebäudes gehörten Alexander Herzen, der hier sieben Monate in den Jahren 1834 und 1835 verbrachte und dies in "Vergangenes und Gedanken" beschrieb, sowie Lawrenti Beria, der hier 1953 einen Tag verweilte.
Im Jahr 1839 wurde nach dem Entwurf des bekannten Moskauer Architekten Jewgraf Dmitrijewitsch Tjurin der bis heute erhaltene Komplex aus Holzgebäuden der Kruzić-Kasernen erbaut. 1842 wurde hier das Moskauer Garnisonsbataillon untergebracht, später beherbergten die Kasernen das Astrachaner Grenadierregiment, die 6. Moskauer Schule für Unteroffiziere und nach Oktober 1917 die Moskauer revolutionäre Maschinengewehrschule. 1922 wurden die Kasernen in Aljoschinski umbenannt. In der Sowjetzeit waren hier Einheiten des Moskauer Militärbezirks und die Garnisonswache untergebracht, die bis in die 1990er Jahre funktionierte.
Derzeit stehen unter staatlichem Schutz vier einstöckige Gebäude der Kruzić-Kasernen aus dem 19. Jahrhundert, die in Reihe an der Adresse: Arbatetskaja Straße, Haus 2, Gebäude Nr. 2, 3, 4 und 5 liegen. Diese Gebäude sind aus architektonischer Sicht von besonderem Interesse. Die Architektur aller vier Gebäude zeichnet sich durch militärische Strenge und Einheitlichkeit aus. Sie haben eine zentrische Komposition und einen kreuzförmigen Grundriss. Der zentrale Raum war durch breite Öffnungen mit den vier "Ärmeln des Kreuzes" verbunden. In der Mitte jeder Kaserne befand sich ein großer Ofen, dessen Schornstein das Gebäude krönte. Die zur Straße gewandten Fassaden sind ohne dekorative Verzierungen, heben sich jedoch durch hohe, paarweise angeordnete zentrale Fenster hervor. Es sind, wenn auch nicht alle, halbrunde Dachfenster der Dachräume erhalten geblieben, was in der modernen Moskauer Architektur eine Seltenheit darstellt. An der Kaserne des Gebäudes Nr. 3 kann man ein solches Fenster sehen.
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