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Vladivostok: Architektur und Geschichte

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Jede Stadt hat ihr einzigartiges Erscheinungsbild und charakteristische architektonische Merkmale. Vladivostok bildet da keine Ausnahme. Heute machen wir einen virtuellen Spaziergang entlang der Svetlanskaya-Straße und betrachten die Denkmäler des kulturellen Erbes der Völker Russlands von regionaler Bedeutung. Diese Gebäude entstanden dank der Kaufleute Gustav Kunst und Gustav Albers. Seit den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts betrieben deutsche Unternehmer aktiv Handel in Vladivostok, insbesondere mit dem Export von Seetang und Seegurken nach China. Im Laufe der Zeit erweiterte sich ihr Geschäft, und die Anzahl der Mitarbeiter wuchs, was die Notwendigkeit ihrer Unterbringung mit sich brachte. Da beschlossen Kunst und Albers, ein eigenes Viertel für die Arbeiter zu bauen.

Leider ist der Name des Architekten dieser Gebäude bis heute unbekannt. Doch judging by der Ausdruckskraft der Bauten hatte er einen guten Geschmack. Die Voluminosität der Arbeiter-"Wohnheime" wird durch die hervortretenden rechteckigen Erker an den Ecken der Fassaden betont, die mit vierseitigen Zeltdächern gekrönt sind. Die Fenster sind mit geschnitzten Fensterrahmen und Gesimsen geschmückt. Jedes Haus hatte seinen eigenen Namen: das erste hieß Fernsicht (auf Deutsch "Kreisblick"), das zweite Sibirien und das dritte Karlsruhe.

Es ist erwähnenswert, dass Kunst und Albers nicht nur Häuser für ihre Mitarbeiter bauten, sondern auch versuchten, ihnen zu helfen. Zum Beispiel eröffneten sie eine kostenlose Kantine für 100 Personen und organisierten Freizeitaktivitäten, einschließlich Bootsausflügen und Picknicks. Das zentrale Büro war mit den neuesten technischen Errungenschaften seiner Zeit ausgestattet: es hatte Telefon und Elektrizität.

Im Jahr 1913 erreichte der Jahresumsatz der Firma 16 Millionen Rubel und sie war die profitabelste im Fernen Osten. Doch mit dem Kommen der sowjetischen Macht stellte das Unternehmen seine Existenz ein und die Gebäude wurden nationalisiert. Heute befinden sich in diesen Gebäuden verschiedene Büros und private Firmen. Zum Glück ist der Abriss der alten Gebäude vorerst nicht geplant, sie bleiben Denkmäler des kulturellen Erbes der Völker Russlands von regionaler Bedeutung.

Geo-Punkt

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