Das Heimatmuseum in Alexandrowsk, eines der jüngsten im Gebiet Perm, wurde 2003 gegründet. Es befindet sich im historischen Teil der Stadt, auf dem Anikiewa-Berg, in einem Gebäude, das ein Denkmal von historischer und architektonischer Bedeutung ist. Dieses Gebäude, das mit Mitteln von Kaufleuten errichtet wurde, wurde von 1862 bis 1900 aus rotem Ziegelstein von den Golizyn-Werken gebaut und war ursprünglich für den Handel bestimmt. Vor der Revolution befand sich hier ein Ladengeschäft, und in der Sowjetzeit ein Geschäft. Zu Beginn der 2000er Jahre wurde das halbzerstörte Gebäude als Museum genutzt, und seine Tätigkeit begann mit der Restaurierung der Innenräume.
Heute gibt es im Museum drei ständige Ausstellungen und einen Ausstellungsraum.
Die erste Ausstellung, „An den Quellen der Geburt des alexandrowskischen Landes“, erzählt von der Geschichte der Uralstadt-Werke, die mit den Namen der Stroganows, der Wsewoloshskis und der Demidows verbunden ist. Die Besucher erfahren von den Gründern der Bergbauzivilisation im Ural, von der Gründung des Eisenverarbeitungswerks am Fluss Lytwa und von der Geschichte der Lunjewsker Steinkohlegruben.
Die zweite Ausstellung, „Russisches Haus Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts“, vermittelt einen Einblick in die typische Raumaufteilung und Einrichtung eines russischen Hauses. Die ethnografische Sammlung des Museums, die von mehreren Generationen von Heimatforschern zusammengetragen wurde, ermöglicht eine detaillierte Untersuchung von Haushaltsgegenständen, Spinn- und Webutensilien sowie landwirtschaftlichem Gerät. Alle Exponate sind an ihren Plätzen, und der Saal ist im Stil eines Hauses mit einem russischen Ofen und einer Diele gestaltet.
Die dritte Ausstellung, „Die Welt des Bären“, umfasst paläontologische Materialien aus der Sammlung des Heimatforschers und Paläontologen E. P. Bliznezow. Hier sind die Knochen eines Höhlenbären zu sehen, der in den Höhlen des Kizel-Karstgebiets während des Pleistozäns lebte. Außerdem kann man einen silbernen Bären sehen, das Symbol von Perm Groß, das im Wappen des Gebiets Perm abgebildet ist. Die Sammlung von Spielzeugbären reicht vom mittleren 20. Jahrhundert bis heute, und jeder Besucher kann einen Bären aus seiner Kindheit finden. Besonders hervorgehoben sind „handgefertigte Bären“: Figuren aus rotem und weißem Ton, Bären, die in der Technik des Trockenfilzens aus Wolle hergestellt wurden, und aus Salzteig. Die Ausstellung wird ständig durch die Besucher des Museums ergänzt.
Der Ausstellungsraum bietet eine Vielzahl von Sammlungs- und Wanderausstellungen: künstlerische, ethnografische, naturwissenschaftliche und Ausstellungen aus privaten Sammlungen.
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