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Pjotr Kosslow

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Russischer "Indiana Jones"

Fast vor 40 Jahren sahen die Zuschauer zum ersten Mal den Film über Indiana Jones, den furchtlosen und klugen Archäologen, der einzigartige Entdeckungen machte und geheimnisvolle Artefakte fand. Diese fiktive Figur eroberte die Herzen vieler, indem sie Schwierigkeiten überwand und immer als Sieger hervorging. Doch im Russischen Kaiserreich gab es seinen eigenen realen "Indiana Jones", Pjotr Kosslow.

Von Kindesbeinen an träumte er von Reisen, obwohl dies unerreichbar schien, denn er wuchs in einer Familie eines gewöhnlichen smolensischen Viehhändlers auf. Doch das Schicksal führte ihn zu seinem Traum: Eines Tages bemerkte ihn Prschewalski und lud ihn in seine Expedition ein. Dort sammelte Kosslow Erfahrung und übernahm mit 36 Jahren, im Jahr 1899, seine eigene Forschungsmission. Seine Route begann an der Poststation in Altai und führte durch den mongolischen Altai, das zentrale Gobi und fast unerforschte Gebiete im östlichen Tibet. Er überquerte die Täler der großen asiatischen Flüsse Huanghe, Yangtse und Mekong, sammelte seltene Herbarium und brachte wilde Hengste und Stuten nach Askania, wo die Prschewalski-Pferde zum ersten Mal in der Welt in Gefangenschaft Nachkommen zeugten.

Kosslows Forschungen fanden unter gefährlichen Bedingungen statt: Wegen der Feuchtigkeit rosteten die Gewehre und klemmen oft, man musste sich gegen kriegerische Tanguten verteidigen und manchmal auf List zurückgreifen, um Dörfer zu erobern. Die erstaunlichste Entdeckung machte er in der Wüste Gobi, wo er die Ruinen der alten tangutischen Stadt Khara-Khoto entdeckte, die vor fast 700 Jahren von Sand begraben wurde. Hier wurden Spuren des verschwundenen Staates Xi-Xia gefunden, der vor den Ausgrabungen der Wissenschaft fast unbekannt war. Unter den Funden waren bis zu 2000 Bände alter Bücher und ein Wörterbuch der Sprache Xi-Xia, was es ermöglichte, die Geschichte des Staates und der Stadt Khara-Khoto zu erforschen.

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