Im Jahr 1933 entdeckte Sergej Grigorjewitsch Kashtanow unter Kotelnič die ersten beiden Skelette von Pareiasauriern. Seit 1990 werden in dieser Region regelmäßig Ausgrabungen von Pareiasauriern und anderen alten Reptilien durchgeführt, was zu bedeutenden wissenschaftlichen Entdeckungen und der Schaffung eines einzigartigen Museums führte. Viele Exponate des Museums haben einen enormen wissenschaftlichen Wert und sind weltweit einzigartig.
Das Kotelničski Paläontologische Museum, gegründet im Jahr 1994, befindet sich in der Stadt Kotelnič in der Region Kirov, in der Nähe des bekannten Fundorts fossiler Wirbeltiere. Im Museum wird eine einzigartige Ausstellung präsentiert, die die Ergebnisse jahrelanger Forschungen zeigt, die im staatlichen Naturdenkmal „Kotelnič Fundort der Pareiasaurier“ durchgeführt wurden, das sich entlang des rechten Ufers des Flusses Wjatka über 25 km von Kotelnič bis zum Dorf Wischkil erstreckt.
Am 10. September 2011 wurde eine neue Ausstellung des Museums eröffnet, das ein Zweig des Wjatka Paläontologischen Museums ist. Die Entwicklung des neuen Ausstellungskonzepts dauerte über zwei Jahre, währenddessen wurden mehrere 3D-Modelle erstellt und die optimale Variante ausgewählt, die die Spezifik des Fundorts der Pareiasaurier widerspiegelt.
In zwei Sälen mit einer Gesamtfläche von 90 qm sind Exponate und Informationsmodule untergebracht, die die Vielfalt fossiler Tiere und Pflanzen des Perms zeigen. Hier kann man die Skelettreste von Pareiasauriern, pflanzenfressenden Dicynodonten und Suminiiden, räuberischen Gorgonopsiden sowie von Therocephalen und anderen Wesen sehen, die lange vor den Dinosauriern lebten. Speziell für die neue Ausstellung schuf der Bildhauer Andrei Skvortsov eine maßstabsgetreue Rekonstruktion der Paläolandschaft mit auf 10-fache verkleinerten Tieren und Pflanzen, die zeigt, wie die Welt vor 260 Millionen Jahren im Gebiet des heutigen Kotelnič aussah.
Im Sommer organisieren die Mitarbeiter des Museums Exkursionen zu den Fundorten, wo man die Arbeit der Paläontologen während der jährlichen Ausgrabungen beobachten kann.
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