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„Schiefer Kaponiere“, das gruseligste Gefängnis der Kleinrussland

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In Kiew gibt es viele interessante Sehenswürdigkeiten, darunter sticht das Bastion „Schiefer Kaponiere“ hervor. Es ist eines der ältesten Befestigungsanlagen Osteuropas, erbaut im Jahr 1844. Es war Teil der Hospitalbefestigung im System der Neuen Pechersk-Festung, die bereits zu Beginn des 18. Jahrhunderts errichtet wurde. Es war vorgesehen, dass diese Linie eine Barriere für die schwedische Armee während des Nordischen Krieges bildet, jedoch erreichte Karl XII. diesen Ort nie, nachdem er in Poltawa besiegt wurde.

Die Festung war beeindruckender Größe, mit mehr als 3000 Schießscharten, und ihr Arsenal konnte bis zu 100.000 Gewehre fassen. Heute ist von dieser Größe nur noch ein Teil erhalten geblieben, der „Schiefe Kaponiere“.

Im Laufe der Zeit fiel die Notwendigkeit für ihn als Festung weg, aber er wurde nicht abgerissen, sondern in ein Gefängnis umgebaut. Die ersten Gefangenen, polnische Offiziere, die an den Aufständen gegen die Monarchie beteiligt waren, wurden in den 1860er Jahren hier aufgenommen.

Die Haftbedingungen im „Schiefen Kaponiere“ waren äußerst hart: Die Gefangenen schliefen oft auf Stroh, froren in den Zellen und wurden misshandelt. Aufgrund des strengen Regimes wurde das Gefängnis „Kiewer Schlüsselburg“ genannt. Der bekannteste Insasse war der Mörder von Stolypin, Dmitri Bogrow, der in der Nähe, in einem anderen Teil der Festung, hingerichtet wurde.

Das Gefängnis verlor auch in den sowjetischen Jahren nicht an Bedeutung, als hier eine Arrestanstalt für Soldaten untergebracht wurde. Man sagt, dass man sie nicht besser behandelte als die Gefangenen der Zarenzeit: Im Winter konnte die Heizung lange abgeschaltet werden, und im Sommer wurden die Böden mit Chlor gewässert.

Heute ist das ehemalige Gefängnis ein Museum. Hier kann man die Zellen der Gefangenen besichtigen, die Hinrichtungswagen sehen, unter den düsteren Gewölben des „Schiefen Kaponiere“ spazieren, sich mit alten Kanonen fotografieren lassen und einfach auf der grünen Wiese entspannen.

Geo-Punkt

“Косой капонир”, самая страшная тюрьма Малороссии

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