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Krönungsheim

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Ein ganzer Stadtteil zwischen der heutigen Korolenko-Straße und der Kolodetski-Gasse war einst Teil des kaiserlichen Besitzes, wo sich der 1660er Jahre für Zar Alexei Michailowitsch erbaute Präobraschenski-Palast befand. Neben ihm stand die hölzerne Kirche der Auferstehung Christi. Beide Gebäude waren aus Holz und wurden abgerissen: der Palast in den 1740er Jahren und die Kirche in den 1780er Jahren. Später ging das Gebiet in private Hände über und wurde für industrielle Zwecke genutzt. Zunächst betrieb die Familie Chorokov eine Baumwollfabrik, und später, in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, eine kleine Zuckerfabrik der Kaufleute Borisov.

Im Jahr 1897 erwarb die Moskauer Stadtverwaltung dieses Anwesen. Der Teil, der zur Kolodetski-Gasse führte, wurde dem Sokolinetski-Zweig des Moskauer Arbeitshauses übergeben. Ein anderer Teil, an der Ermakowskaja-Straße, wurde zur Gründung eines Heims für Bedürftige vorgesehen, das zu Ehren der Krönung von Nikolaus II. und Alexandra Fjodorowna gegründet wurde. Es wurde Krönungsheim genannt. Die Moskauer Stadt-Duma stellte Mittel für den Bau und die Unterhaltung des Heims bereit, das für ältere Menschen, chronisch Kranke und solche, die besondere Pflege benötigten, gedacht war.

Im August 1898 fand die feierliche Grundsteinlegung statt, an der der Kaiser Nikolaus II. und die Kaiserin Alexandra Fjodorowna teilnahmen. Das Projekt wurde von dem Architekten Alexander Ober entworfen, aber nach seinem plötzlichen Tod übernahm Alexander Meissner die Bauleitung. Es wurden zwei symmetrische Gebäude errichtet, eines für Erwachsene und eines für Kinder, im eklektizistischen Stil mit Türmchen.

Das Krönungsheim wurde im Mai 1901 feierlich eröffnet, in Anwesenheit des Moskauer Generalgouverneurs Großherzog Sergej Alexandrowitsch. Im Jahr 1902 wurde auf dem Gelände des Heims ein Haus für unheilbar Kranke errichtet, mit Mitteln, die von den Brüdern Baev gespendet wurden, zu Ehren ihres Vaters. Der Architekt Ivan Kuznetsov entwarf es im gleichen Stil, jedoch mit Elementen des Jugendstils.

In den Jahren 1907-1910 wurde eine Kirche beim Krönungsheim erbaut, für die ebenfalls Mittel von den Kaufleuten Baev gespendet wurden. Das Projekt der Kirche der Smolensker Ikone der Gottesmutter wurde von Alexander Meissner erstellt. Die Kirche im neorussischen Stil mit hohem Glockenturm ist mit Kacheln geschmückt.

Nach der Revolution von 1917 wurde das Krönungsheim geschlossen. Seit den 1930er Jahren befindet sich hier das Stadtklinikum Nr. 14. Die Kirche wurde in der Sowjetzeit geschlossen und für wissenschaftlich-medizinische Zwecke umgebaut. Eine Rückgabe des Tempels an die Gläubigen und seine Restaurierung sind derzeit nicht geplant.

Geo-Punkt

Коронационное убежище

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