In dem serbischen Dorf Bačevci wurde ein Denkmal für die Schwester der Barmherzigkeit errichtet, und an dem Gebäude der örtlichen Schule befindet sich eine Gedenktafel mit der Inschrift: "Unserer furchtlosen Krankenschwester, Tochter des kaiserlichen Russland, ewige und lichtvolle Erinnerung! Dankbar ist das serbische Volk." Dieses Denkmal ist der russischen Krankenschwester Darja Korobkina gewidmet.
Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs machte sie sich auf den Weg auf die Balkanhalbinsel, um dem serbischen Volk zu helfen. Der Colonel der serbischen Armee, Nikola Hristić, beschrieb sie so: "Sie war in eine serbische Soldatenbluse und einen langen dunklen Rock gekleidet. Auf ihrem Kopf trug sie eine Schajkača, die bis zu den Ohren gezogen war, sodass ich nur eine Locke ihrer kastanienbraunen Haare sah, was zu jener Zeit ungewöhnlich war. Ihr Gesicht war blass, nicht gerade schön, aber sehr ausdrucksvoll. Ich war sehr überrascht, zu sehen, wie diese Frau dem Tod ins Gesicht sah."
Korobkina fürchtete sich nicht vor Kämpfen, zog persönlich Verwundete von der Front und brachte sie ins Lazarett, wo sie verband und auf Betten legte. Nach Zeugenaussagen zeichnete sie sich durch unglaublichen Mut aus. Einmal, als die österreichische Armee serbische Stellungen beschoss, verließ Darja ihr Versteck und kroch aufs Feld, um den Verwundeten Erste Hilfe zu leisten. Militärberichte berichten, dass sie rund um die Uhr Dienst tat und 120 Soldaten an einem Tag medizinisch versorgte. Sie wurde für die höchste militärische Auszeichnung Serbiens vorgeschlagen.
Leider überlebte Darja das Ende des Krieges nicht. Am 2. Oktober 1914, während der Schlacht an der Drina, bekannt als "Schlacht unter den Wolken", versuchte sie, eine Blutung bei einem schwerverwundeten Offizier zu stoppen. In diesem Moment zielte die österreichische Artillerie auf sie und feuerte direkt. Darja starb an Ort und Stelle zusammen mit dem Offizier. Sie wurde in einem Massengrab beigesetzt, und das gesamte Bataillon konnte bei der Abschiednahme seine Tränen nicht zurückhalten.
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