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Leontij Korennoy

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Einst zogen alle Offiziere, die an seinem Denkmal vorbeikamen, ihre Mützen ab und ehrten ihn, und selbst Napoleon bewunderte seine Heldentat. Der Name dieses russischen Soldaten ist Leontij Korennoy. Im Jahr 1808 wurde dieser stattliche, große und körperlich kräftige Bauer in die Armee einberufen. Seine Kameraden respektierten ihn für seine Gerechtigkeit und Gutmütigkeit und nannten ihn scherzhaft Onkel Korennoy.

Zum ersten Mal nahm Onkel Korennoy am 26. August 1812 an der berühmten Schlacht von Borodino teil. In einem kritischen Moment, als die Franzosen unsere Truppen aus ihren Positionen drängten, versammelte Leontij eine Handvoll überlebender, aber verängstigter Soldaten um sich und führte sie mit einem Schrei von "Hurra" in den Gegenangriff. Der Sturm endete mit einem Sieg! Für seinen Mut und seine Entschlossenheit im Kampf wurde Leontij Korennoy mit dem Georgsorden ausgezeichnet.

Doch seine größte Heldentat vollbrachte er im Oktober 1813 während der Völkerschlacht bei Leipzig. Unter dem starken Druck des Feindes war Korennoys Bataillon an einer Steinmauer blockiert. Sie kämpften bis zum Letzten, bis nur noch Korennoy auf den Beinen stand. Er half den Verwundeten, über die Mauer zu gelangen, und blieb zurück, um sie zu decken. Immer wieder wehrte er sich mit dem Bajonett gegen die Franzosen, und als das Bajonett brach, nahm er ein Gewehr wie einen Knüppel und kämpfte weiter. Die Franzosen riefen ihm zu: "Gib auf!", aber Leontij Korennoy hatte nicht vor, die Hände zu heben.

Schließlich fiel er, blutend von zahlreichen Verwundungen, zu Boden. Die Franzosen, beeindruckt von seiner Wut und Selbstlosigkeit, töteten den russischen Grenadier aus Respekt nicht und trugen ihn ins Lazarett. Dort zählten sie 18 Bajonettwunden an seinem Körper! Einige Tage später kam Bonaparte dorthin. Man stellte ihm Onkel Korennoy vor und erzählte von seiner Heldentat. Napoleon befahl, ein Dekret zu erlassen, in dem Korennoy als Beispiel für die französischen Soldaten für Tapferkeit und Furchtlosigkeit angeführt wurde. Später verfügte Bonaparte, Leontij aus der Gefangenschaft zu entlassen. In Russland wurde ihm ein Denkmal gesetzt, das leider in den Jahren des Bürgerkriegs zerstört wurde.

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