Dieses Denkmal der Holzarchitektur wird von Fachleuten ins 19. Jahrhundert datiert. Vor hundert Jahren waren solche Ställe ein gewöhnliches Element ländlicher Anwesen. In der Region Nowgorod sind bis heute nur zwei solcher Bauwerke erhalten geblieben.
Eines von ihnen schmückt jetzt das Museum für Holzarchitektur. Der Stall wurde aus dem Dorf Okladnevo nach Witoslawlizy transportiert. Interessant ist, dass er bis zum Verkauf an das Museum weiterhin seinen ursprünglichen Zweck erfüllte, wie vor über hundert Jahren. Nach der Restaurierung wurde er zu einem Museumsobjekt, und in Witoslawlizy wurde zu diesem Anlass ein Fest veranstaltet. Es ist wirklich ein bedeutendes Ereignis, denn man kann nicht jeden Tag mit neuen Bauwerken prahlen, selbst wenn sie für Vieh gedacht sind.
Die Restauratoren gaben dem Bau das Aussehen zurück, das Fedor Minin, ein wohlhabender Bauer aus dem Bezirk Borowitschi, entworfen hatte. Der Bau mit einer Fläche von 45 Quadratmetern und einer Höhe von 7 Metern wurde unter einem unterschiedlichen Dach ausgeführt. Das Erdgeschoss diente als Stall für die Haltung von Pferden oder anderem Vieh und ersetzte den kalten Hof des Wohnhauses. Im zweiten Stock wurde Heu gelagert, und die schräge Zufahrt erleichterte die Arbeit, indem sie die Notwendigkeit beseitigte, das Futter für die Tiere manuell anzuheben. Jetzt sind beide Etagen fast zu Museumssälen geworden, in denen zwei Ausstellungen untergebracht sind.
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