Peter Petrowitsch Konschalowski wurde am 9. Februar 1876 in Slawjansk in einer Familie eines bekannten Literaten geboren. Seine frühe Kindheit verbrachte er in der Provinz Charkow, im Elternhaus. Doch bald wurde sein Vater wegen seiner Beteiligung an revolutionären Aktivitäten verhaftet und nach Cholmogory verbannt, während das Anwesen konfisziert wurde.
Nach dem Umzug der Familie nach Charkow begann Peter im Alter von acht Jahren die Malereischule von Raewskaja zu besuchen. 1889 zog die Familie nach Moskau. Zu dieser Zeit begann sein Vater mit der Veröffentlichung der Werke von Lermontow und später auch von Puschkin, mit Illustrationen von Künstlern wie Surikow, Polenow, Repin, Aiwazowski, Serow, Wassnezow, Schischkin und Wrubel.
In Moskau begann Peter, abends die Stroganov-Schule zu besuchen. Doch sein Vater überzeugte ihn, an die Naturwissenschaftliche Fakultät der Moskauer Universität zu gehen. Trotzdem fühlte sich Peter unwiderstehlich zur Malerei hingezogen. Zusammen mit Korowin bat er seinen Vater, ihn nach Paris zu lassen, wo er von 1896 bis 1898 an der Akademie Julian studierte.
Nach seiner Rückkehr trat Peter Konschalowski in die Akademie der Künste ein und erhielt 1907 den Titel eines Künstlers. Seine Gemälde erhielten positive Kritiken, und man sagte ihm eine große Zukunft voraus, doch er selbst fühlte, dass er in seiner Kunst noch nicht etwas Wichtiges gefunden hatte, und wusch oft seine Arbeiten ab.
Die Blütezeit von Konschalowskis Schaffen fiel auf den Beginn des 20. Jahrhunderts, als sich die künstlerischen Traditionen schnell veränderten. Er wurde einer der Gründer der Gesellschaft „Bubnowy Walet“ und später deren Vorsitzender. Diese Vereinigung strebte danach, lebendige, natürliche Formen auf die Leinwand zu bringen und wandte sich der unprofessionellen und volkstümlichen Malerei zu.
Eine Reise zum Kaukasus im Jahr 1927 inspirierte Konschalowski zur Schaffung mehrerer Gemälde, die Lermontow gewidmet sind, wie „Pjatigorsk. Das Haus von Lermontow“, „Kasbek“, „Von den Ruinen von Mzyri“, „Mzyri. Gewitter“. Er beschäftigte sich auch mit Theaterdekoration und Illustration und war an der Gestaltung der Oper „Kaufmann Kalaschnikow“ von A.G. Rubinstein beteiligt.
Konschalowski war aktiv in der Lehre tätig. Ab 1918 arbeitete er in den „Freien Kunstwerkstätten“ in Moskau, und ab 1926 unterrichtete er an der Wchutemas.
1946 erhielt Konschalowski den Titel eines Volkskünstlers der RSFSR, und ein Jahr später wurde er ordentliches Mitglied der Akademie der Künste der UdSSR. Peter Petrowitsch starb im Alter von 79 Jahren am 2. Februar 1956 in Moskau und wurde auf dem Nowodewitschi-Friedhof beigesetzt.
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