Zu Beginn des 19. Jahrhunderts, gemäß dem Bauplan des Orenburger Klosters, sollten westlich der Wladimir-Kathedrale der Haupteingang und der Glockenturm errichtet werden. Im Dezember 1808 begann unter dem Abt, dem Hieromönch Nafanail, der Abbruch des alten Glockenturms, der im März des folgenden Jahres abgeschlossen wurde. Zwei Jahre später, am 27. Februar 1810, schloss der Hieromönch Irodion einen Vertrag über den Bau eines neuen Glockenturms. Die Hauptarbeiten wurden von einem Meister aus Nischni Nowgorod, einem Bauern aus dem Dorf Oserki im Arzamas-Kreis, M.K. Filifanov, ausgeführt. Im Jahr 1811 wurde ein kleiner zweigeschossiger Glockenturm mit heiligen Toren im ersten Geschoss errichtet.
Im Jahr 1812, ein Jahr nach der Fertigstellung des Glockenturms, wurden auf der Westseite zwei identisch gestaltete zweigeschossige Wohngebäude, das Abts- und das Brüderhaus, errichtet. Zwischen den Gebäuden und dem Glockenturm befand sich eine steinerne Umfriedung mit zwei symmetrischen Durchgängen von den Heiligen Toren, bekannt als „Tore mit Auflagen“. Laut dem bekannten Kirchenhistoriker und zukünftigen Bischof Makarius war das Orenburger Mariä-Entschlafens-Kloster Mitte des 19. Jahrhunderts von einer steinernen Mauer mit zwei Türmen auf der Nordseite umgeben. Das Kloster hatte vier Tore: die ersten unter dem Glockenturm, die als heilig bezeichnet wurden, zwei an den Seiten des Glockenturms und die vierten zur östlichen Seite zum Quell und zur Kapelle.
Laut dem Versicherungsbewertungsgutachten war der Klosterglockenturm quadratisch im Grundriss, aus Stein, zweigeschossig und bis zur Oberkante des Gesimses 9 Sazhen hoch. Er war verputzt und mit Eisen bedeckt, das mit grüner Ölfarbe gestrichen war, die Länge und Breite betrugen jeweils 5 Sazhen und 1 Arschin. Er wurde 1811 erbaut, ist gut erhalten und stand isoliert.
In den Bestandsverzeichnissen des Klosterbesitzes aus der Mitte des 19. Jahrhunderts wird ebenfalls der Glockenturm erwähnt: aus Stein, zweigeschossig, mit Säulen und einer halbrunden Kuppel, die mit Eisen bedeckt und mit Kupferfarbe gestrichen war. Der Kopf und das Kreuz waren mit weißem Eisen bezogen und wurden 1875 vergoldet. Von den 13 Klosterglocken wog die größte, die „Glocke zum Gottesdienst“, 412 Pud, und die kleinste wog 1 Pud und 8 Pfund.
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