Der Antoniew-Monasterium, gegründet im 12. Jahrhundert, ist eines der architektonischen Juwelen von Nowgorod. Er liegt am Ufer des Wolchow, im nördlichen Teil der Handelsseite, und wurde laut Legende von dem heiligen Anton von Rom gegründet, der auf einem Stein nach Nowgorod kam. Dieser Stein wird bis heute in der Hauptkathedrale des Klosters aufbewahrt.
Im Jahr 1570 wurde das Kloster während der Zerschlagung Nowgorods durch die Truppen Iwan des Schrecklichen stark beschädigt, wurde jedoch später wiederhergestellt. Von 1708 bis 1723 diente es als Residenz der Bischöfe. 1740 wurde hier ein theologisches Seminar eröffnet, von dem einige Gebäude bis heute erhalten geblieben sind.
Zum Klosterensemble gehörten mehrere Kirchen, die zwischen dem 12. und 17. Jahrhundert erbaut wurden. Über dem Eingang erhob sich der dreigeschossige Glockenturm, der 1806-1807 anstelle der Kirche der Enthauptung Johannes auf Bestellung und auf Kosten des Metropoliten Ambrosius errichtet wurde. Ursprünglich war der Glockenturm viergeschossig und torartig. Nach der Schließung des Klosters im Jahr 1920 wurde er nicht mehr genutzt, blieb jedoch bis mindestens 1948 intakt. Heute fehlen dem Glockenturm zwei obere Geschosse und die Glocken sind verloren gegangen.
Heute befindet sich auf dem Gelände des Klosters das Humanitäre Institut der Nowgoroder Universität.
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