Der Zweite Weltkrieg hinterließ tiefe Spuren in der Geschichte von Noworossijsk, das später zur Heldenstadt wurde. Am 4. Februar 1943 landete ein Spezialkommando am Ufer der Tsemessbucht. 225 Tage lang hielten sie das Kleine Land unter ständigem feindlichen Beschuss.
Die Faschisten beschossen ununterbrochen den Brückenkopf, Minen und Bomben explodierten, Splitter flogen überall herum, die Erde war von Granaten zerfurcht und mit Blut durchtränkt. Dieser Ort erhielt den Namen Tal des Todes.
Bis in die 1970er Jahre wurde die Stadt mit Wasser aus Tuapse versorgt. Doch die deutschen Besatzer sperrten den Zugang zu Wasser, und auf dem besetzten Gebiet herrschte ständig Wassermangel. Es blieben nur wenige Quellen, von denen einer ein Brunnen wurde, der später zum Kriegsdenkmal wurde. Dieser Brunnen war ein strategisch wichtiges Objekt, das sowohl den Feinden als auch unseren Verteidigern bewusst war.
Die sowjetischen Kämpfer nannten diese Quelle „Brunnen des Lebens“, da ihr Verlust den Tod bedeuten konnte. Und auch heute wird dieser Brunnen vom russischen Volk geehrt.
Das Denkmal „Brunnen des Lebens“ ist in Form eines Steinkolonnens gestaltet, in den man hineinsehen und den sowjetischen Stern sehen kann. Daneben sind an der Steinmauer Hülsen von großkalibrigen Waffen und eine Tafel mit der Inschrift befestigt: „Dieser Brunnen, eine der Quellen für Trinkwasser auf dem ‚Kleinen Land‘ im Jahr 1943. Die Bewohner des Kleinen Landes nannten ihn die Lebensquelle im Tal des Todes.“
Der Brunnen wurde 1974 restauriert, aber 2008 beschädigten Vandalen das Denkmal, stahlen die Hülsen und zerbrachen die Gedenktafel. Zwei Jahre später wurde der „Brunnen des Lebens“ repariert und in Ordnung gebracht.
Neben dem Brunnen wurden Birken gepflanzt, und rundherum wurde ein Rasen angelegt. An Gedenktagen werden am „Brunnen des Lebens“ Blumen niedergelegt. An normalen Tagen herrscht hier Stille und Frieden, und die Gedanken an den Heldentum der Bewohner des Kleinen Landes kommen unwillkürlich in den Kopf, denn wenn sie nicht gewesen wären...
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