Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte sich der Fußball im Russischen Kaiserreich aktiv. Zu den besten Clubs dieser Zeit gehörten Sokolniki, Orekhovo, der Zamoskvoretsky Club und Novogireevo. Doch in den Turniertabellen gab es auch Außenseiter. Heute sprechen wir über den Club Union, dessen Geschichte interessant ist, da seine Spieler indirekt zur Entstehung des Olympiastadions in Moskau beigetragen haben.
Der Club Union wurde 1909 gegründet und war einer der ersten Gründer der Moskauer Fußballliga. Unterstützt wurde er von dem deutschen Kaufmann Minder und dem Leiter des Baus der Moskowo-Jaroslawler Eisenbahn Chokolov. Sie stellten ein Grundstück für das Training in der Nähe der Samarskij-Gasse mit einer Fläche von 3000 Quadrat-Säulen zur Verfügung. Trotz guter Finanzierung und eigener Basis spielte Union schlecht und belegte konstant die letzten Plätze. Nur einmal, im Jahr 1914, schaffte es der Club auf das Siegertreppchen, indem er im Finale gegen den Zamoskvoretsky Club verlor.
Union ähnelte der komödiantischen 'Gazmyas'. Zum Beispiel ließ der Torwart des Clubs in einem der Spiele 12 Tore zu. Der Stürmer Wladimir Lash, der 1914 für die Nationalmannschaft spielte, wollte auf dem Feld fast einen Streit anfangen: In einem Spiel gegen die Norweger geriet er mit einem der Spieler aneinander und versuchte, den Konflikt mit Fäusten zu lösen, weshalb er vom Platz gestellt wurde. So wurde er der erste vom Platz gestellte Fußballspieler in der Geschichte der heimischen Nationalmannschaft.
In den sowjetischen Jahren wurde Union in Burevestnik umbenannt, aber das Team schien vom bösen Schicksal verfolgt zu werden. Die neue Mannschaft stellte ebenfalls Negativrekorde auf. Im Jahr 1938 erlitt der Club die größte Heimniederlage in der Geschichte der sowjetischen und russischen Meisterschaften, als sie von Dynamo 9 Tore kassierten. Was das Stadion von Union betrifft, so wurde an seiner Stelle vor den Olympischen Spielen in Moskau der legendäre Sportkomplex erbaut. So hinterließ der Außenseiter der russischen Meisterschaft aus der Zarenzeit auf ungewöhnliche Weise einen Fußabdruck im Weltsport.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.
Um einen Kommentar zu hinterlassen, mit Google anmelden.