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Klinik für psychische Krankheiten S.S. Korsakow

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Das zweigeschossige, rotbacksteinerne Gebäude, das hinter Wohnhäusern vom Olshufjew-Passage verborgen ist, wurde 1885 nach den Plänen des Architekten K.M. Bykowki für die Klinik für seelische Krankheiten erbaut. Das Gebäude zeichnet sich durch große Fenster und ein gusseisernes Portal aus, und der Garten dahinter ist von einer hohen Backsteinmauer umgeben.

Diese Klinik wurde die erste im Klinischen Stadtteil des Dewitschi-Feldes, das auf Initiative von Skifosowski für die Moskauer Universität geschaffen wurde. V.A. Morozowa, eine bekannte Wohltäterin aus Moskau, erwarb das Anwesen der Olshufjews für ihren Bau. Der alte Flügel des Anwesens, der auf dem Gemälde von Polenow "Großmutters Garten" abgebildet ist, wurde abgerissen, aber der Park mit der Lindenallee blieb für die Spaziergänge der Patienten erhalten.

V.A. Morozowa, geborene Chludowa, war mit A.A. Morozow verheiratet, der im letzten Jahr ihrer Ehe an einer psychischen Störung litt. Morozowa behandelte ihn zu Hause unter der Aufsicht von S.S. Korsakow, Professor an der Moskauer Universität und angesehener Psychiater. Korsakow strebte eine humane Behandlung psychisch Kranker an und verzichtete auf Zwangsjacken und Isolierzimmer. Die Klinik von Morozowa wurde nach seinen Methoden gebaut: Fenster ohne Gitter, aber mit stabilen Schiffsfenstern, Vorhänge, Gardinen an den Türen, Bilder an den Wänden und weiche Möbel in den Zimmern.

Korsakow wurde der erste Chefarzt der Klinik und war aktiv an ihrer Planung beteiligt. Im Gebäude wurde eine Bibliothek mit seinen Büchern eingerichtet.

Nachbarn der Klinik waren die Familien Tolstoj, die 1882 ein Haus in Chamowniki kauften. L.N. Tolstoj spazierte oft im Park, sprach mit Korsakow, besuchte Aufführungen, die von Patienten organisiert wurden, und hypnotische Sitzungen. Zwischen dem Park der Klinik und dem Garten der Tolstojs wurde ein Tor gemacht.

Nach dem Tod Korsakows im Jahr 1900 übernahm V.P. Serbski die Klinik, und ab 1918 P.B. Gannuschkin. Im Jahr 1925 wurde der Dichter S. Jessenin Patient des Sanatoriums, das in mehreren Zimmern untergebracht war, und schrieb dort einen Winterzyklus von Gedichten und das berühmte "Ah, du mein gefallener Ahorn". Der Künstler M. Wrubel war ebenfalls Patient der Klinik, und sein Gemälde schmückte den Flur des Gebäudes. In den 1930er Jahren wurde die Klinik zu Ehren Korsakows umbenannt, und am Eingang wurde eine Büste des Künstlers S.D. Merkurow aufgestellt. Heute gehört das Gebäude der Klinik S.S. Korsakow, hier befinden sich ein Krankenhaus, eine Bibliothek und Unterrichtsräume für Studenten des ersten medizinischen Instituts. Leider wurden die Schiffsfenster kürzlich durch Isolierglas ersetzt.

Geo-Punkt

Клиника психических болезней им. С.С.Корсакова

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