Maria Michailowna Kiselewa (1798, 1887) war eine herausragende Wohltäterin, deren Tätigkeit zu ihren Lebzeiten weltweite Bekanntheit erlangte. Sie stammte aus dem Fürstenhaus Tschegodaew und war mit Alexander Grigorjewitsch Kiselew (1781, 1847) verheiratet, einem Vertreter des adligen Geschlechts.
Das Hauptziel im Leben von Maria Michailowna und ihrem Ehemann war die grenzenlose Liebe zu Gott und den Menschen sowie Barmherzigkeit und Mitgefühl für Kranke und Bedürftige. Nach dem Tod ihres Mannes widmete sie sich vollständig der Wohltätigkeit. In Penza wurden auf ihre Initiative zwei Gebäude für das Waisenhaus errichtet, die heute als Krankenhäuser in der Kuibyschew-Straße 33 und der Roten Straße 23 genutzt werden.
Maria Michailowna betrachtete die Organisation des Waisenhauses und die Sorge um ihre Schützlinge als die Hauptaufgabe ihres Lebens. In den 50 Jahren seines Bestehens fanden 568 Männer und 759 Frauen Zuflucht im Waisenhaus; darüber hinaus erhielten 264 Personen finanzielle Unterstützung, 601 Personen Lebensmittel, und 3367 Pilger nutzten während ihrer Aufenthalte in Penza Unterkunft und Verpflegung.
Für die Gründung des Waisenhauses in Penza wurde Maria Michailowna mit einem höchsten Reskript von Kaiserin Alexandra Feodorowna ausgezeichnet, das Dankbarkeit und Wohlwollen ausdrückt. In ihrem Testament hinterließ sie einen beträchtlichen Betrag für die Bedürfnisse des Waisenhauses.
Maria Michailowna investierte auch aktiv in den Bau und die Verschönerung von Kirchen, Klöstern und theologischen Schulen, nicht nur in Penza und Umgebung, sondern auch in anderen Regionen Russlands und im Ausland. Sie spendete für den Heiligen Berg Athos, insbesondere für das Athos-Andreas-Kloster, und unterstützte heilige Stätten in Palästina und Sibirien. Für die Grabeskirche und die Russische Geistliche Mission richtete sie bedeutende Spenden für die Bedürfnisse der Pilger aus.
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