Im 19. Jahrhundert verbrachten die Bewohner von Penza oft Zeit im Freien im Belinski-Park. Doch ebenso beliebt war der Kaiserliche Garten, der in der Nähe des modernen Sowchos-Technikums lag.
Dieser Garten war ein wahrer Arboretum, in dem exotische Pflanzen wuchsen. Entlang der Alleen waren Narzissen, Fuchsien, Lorbeeren, Krokusse, Rosen und andere Blumen gepflanzt. Für seltene Arten gab es separate Gewächshäuser und Treibhäuser, die das ganze Jahr über gepflegt wurden. Im Garten wuchsen auch Obstbäume, über die der Senator Sumarokov eine interessante Beschreibung hinterließ. In den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts bemerkte er in Penza: "Hier gibt es riesige Gewächshäuser mit exotischen Pflanzen, Pfirsichen, Aprikosen, weißen Pflaumen, Ananas. Es gibt so viele Früchte, dass ein Dutzend Pfirsiche für 50 Kopeken verkauft wird. Die übrigen Pfirsiche bleiben liegen, verfallen und faulen." Diejenigen, die es schafften, die süße Frucht zu kaufen, konnten sie auf Bänken genießen, die von dichten Tannen vor der Sonne geschützt waren. Im Zentrum des Gartens befand sich ein prächtiger Brunnen, der die Stadtbewohner anzog. Nach den Erinnerungen der Penzer kamen hier oft junge Leute, besonders verliebte Paare.
Im Laufe der Zeit wurde der Kaiserliche Garten allmählich kleiner. In der Sowjetzeit wurde ein Teil seines Territoriums für den Bau verwendet, und von diesem schönen Ort blieb fast nichts übrig.
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