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Karinskaja Warwara Andrejewna

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Über Warwara Andrejewna Karinskaja, eine herausragende Designerin und Kostümbildnerin, wurde gesagt, dass sie unter einem glücklichen Stern geboren wurde, und darin lag ein Stück Wahrheit. Warwara wuchs in der Familie des Textilmagnaten Andrej Zhmudskij auf, dessen Vermögen zu Beginn des 20. Jahrhunderts über eine Million Rubel betrug. Doch trotz des Reichtums lebte das Mädchen nicht in Luxus und wurde von klein auf zur Arbeit erzogen. Besonders gerne beschäftigte sie sich mit Stickerei. Als sie älter wurde, heiratete sie den Anwalt Karinski und zog nach Moskau, wo sie ihr eigenes Atelier eröffnete. Dort nahm sie nicht nur Aufträge an, sondern verbesserte auch ihre künstlerischen Fähigkeiten. Möglicherweise wäre ihr Atelier das beste in Russland geworden, aber die Ereignisse von 1917 änderten ihre Pläne. Karinskaja entschied sich, in die USA auszuwandern.

In New York setzte sie ihre geliebte Arbeit fort und wurde bald eine gefragte Spezialistin. Warwara Andrejewna entwarf Kostüme für so bekannte Künstler wie Salvador Dalí, Pablo Picasso, Henri Matisse und Marc Chagall. Später wurde sie als talentierte Designerin von führenden Ballettruppen eingeladen. Insbesondere schuf sie den Großteil der Kostüme für die Ballets Russes de Monte Carlo und die Diaghilevschen "Russischen Saisons". Allmählich veränderte Karinskaja die Standards des Ballettkostüms, indem sie auf Reifröcke und Stäbe verzichtete und einen leichten Tutu entwickelte, der die Schlankheit der Figur betonte. Karinskaja gilt als die Schöpferin des weltweit anerkannten Balletttutus.

Ihr Talent zeigte sich jedoch nicht nur im Ballett, sondern auch im Film. 1948 erhielt sie den "Oscar" für die besten Kostüme für den Film "Johanna von Orleans", und 1953 wurde sie für einen weiteren "Oscar" für das Musical "Hans Christian Andersen" nominiert. Darüber hinaus brachte Karinskaja mehrere Neuerungen in die "bürgerliche" Kleidung ein, hauptsächlich in Bezug auf die Anpassung von Kleidern an die Figur. Karinskaja lebte ein helles, langes und glückliches Leben und starb 1983 im Alter von 96 Jahren. In ihrer Heimatstadt Charkiw wurde erst Anfang der 2000er Jahre an sie erinnert. Wenn auch verspätet, wurde das historische Gedächtnis wiederhergestellt.

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