Die Steinbrücke über den Beresuyki-Graben in Kaluga ist die älteste Steinviadukt in Russland. Ihr Bau begann 1777 und wurde 1780 unter dem Gouverneur des Kaluga-Gouvernements Krechetnikov abgeschlossen. Das Projekt wurde von dem Architekten Peter Romanovich Nikitin im Stil des russischen Klassizismus entworfen. Die Brücke, etwa 160 Meter lang und etwa 20 Meter hoch, stützt sich auf 15 große Steinbögen, von denen drei zentrale Bögen in zwei Etagen ausgeführt sind. Nach Abschluss des Baus wurden neben der Brücke 28 steinerne Handelsläden errichtet, die in den 40er Jahren des 19. Jahrhunderts durch gusseiserne Schmiedeeisen-Gitter ersetzt wurden.
Der Graben, über den die Brücke führt, wurde auf Anordnung des Gouverneurs Smirnov befestigt, und durch seinen Boden floss der Bach Beresuyka. Im Jahr 1910 wurde die Fahrbahn der Brücke mit Stahlbeton gegossen. 1975 war eine Reparatur der als unbrauchbar erklärten Brücke geplant, aber die Finanzierung kam nicht, und eine erneute Prüfung ergab, dass die Brücke für die weitere Nutzung geeignet ist.
Am 10. April 2009 kam es während des Lampenwechsels zu einem geringfügigen Einsturz des Fußgängerbereichs der Brücke, woraufhin sie zunächst für den Verkehr und dann auch für Fußgänger gesperrt wurde. Die Regierung der RF stellte Mittel für die Untersuchung und Restaurierung der Brücke bereit. Am 16. Februar 2010 fand die feierliche Eröffnung der renovierten Steinbrücke in Kaluga statt. Bei der Zeremonie waren der Sprecher der Staatsduma Boris Gryzlov, Vertreter der Stadt- und Regionalverwaltung sowie zahlreiche Bürger anwesend. Nach alter Tradition fuhr als erstes eine Pferdekutsche über die Brücke, gefolgt von einem Trolleybus. Der Gouverneur der Region Kaluga, Anatolij Artamonov, würdigte die Verdienste aller, die an der Restaurierung beteiligt waren, und betonte, dass der Architekt Nikitin stolz auf seine Nachkommen sein könnte.
Es ist geplant, die Reparatur- und Restaurierungsarbeiten fortzusetzen, einschließlich der Neugestaltung des weißen Steinbalkons und der Fassaden sowie der Gestaltung des Gebiets und des Beresuyki-Graben. Die Behörden beabsichtigen, den Graben von Gestrüpp zu befreien, um die Sicht auf die Brücke zu öffnen, und mehrere Aussichtsplattformen zu schaffen.
Nach städtischer Tradition muss der Ehemann nach der Eheschließung seine Frau über die Brücke tragen. Auch die Frischvermählten hängten Schlösser an die Brüstung der Brücke und warfen die Schlüssel in den Graben, um die Ehe zu festigen. Nach dem Einsturz im Jahr 2009 und der Rekonstruktion verboten die Behörden jedoch das Anbringen von Schlössern. Um die Tradition zu bewahren, wurde ein spezieller metallener Baum in der Goldenen Allee, der Karl-Marx-Straße, entlang des Beresuyki-Graben aufgestellt.
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