Über die Jahre der Revolution ist mein Heimat-Penza verschwunden. Eines Tages erhielt ich ein Album mit Fotos des sowjetischen Penza und war erstaunt, wie die Macht dieser "internationalistischen" Partei die Stadt entstellt hat. Die gesichtslosen Menschen, die die Macht in Russland übernommen hatten, zerstörten die orthodoxen Kirchen von Penza, von denen es etwa dreißig gab, und genau sie verliehen der Stadt ihr einzigartiges Erscheinungsbild.
Auf dem Sobornaya-Platz erhob sich die majestätische Kathedrale mit schneeweißen Wänden, einer goldenen Kuppel und einem hohen, strahlenden Kreuz. Diese Kathedrale, die auf einem Hügel stand und über ganz Penza dominierte, wurde gesprengt und dem Erdboden gleichgemacht. Auch zwei Klöster, ein Männer- und ein Frauenkloster, wurden zerstört.
Anstelle der alten Schönheit und Pracht errichtete die Partei etwas, das an "Penzas Corbusier" erinnert, hässliche konstruktivistische Kastenhäuser, die den Stil und den Charme der Stadt töteten. Doch diejenigen, die dies taten, erkennen nicht einmal ihre Schuld.
Die Kathedrale wurde von 1800 bis 1824 erbaut. Zu dem Besuch von Kaiser Alexander I. in Penza im Jahr 1824 waren die Innenarbeiten abgeschlossen, die Portiken errichtet und der Tempel mit dem Glockenturm durch eine Galerie verbunden. Die Innenräume der Kathedrale waren ebenfalls bewundernswert. Die Wandmalereien wurden von Juli 1850 bis August 1851 unter der Leitung von Kuzma Alexandrowitsch Makarow und seinen Schülern ausgeführt. Diese Arbeiten sind auf wundersame Weise im Bischofshaus erhalten geblieben. In der Kathedrale wurden das wundertätige Ikone der Gottesmutter von Kasan und andere penzische Reliquien, Fahnen und Standarten der Volksmilizen von 1812 und 1855 aufbewahrt.
Die Kathedrale wurde zu verschiedenen Zeiten von Mitgliedern der kaiserlichen Familie besucht, wie dem Großfürsten Michael Pawlowitsch, Alexander I., Nikolaus I., dem zukünftigen Kaiser Alexander II., Nikolaus II. und dem Großfürsten Michael Alexandrowitsch.
Nach der Revolution von 1917 wurde die Kathedrale ständigen Erniedrigungen ausgesetzt, bis sie 1934 gesprengt wurde und unter ihren Trümmern die Gräber der Hochwürdigsten begraben lagen.
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