Iževsk beeindruckt die Besucher mit seinem breiten Teich, der oft fälschlicherweise für einen natürlichen See gehalten wird. Tatsächlich handelt es sich um ein künstliches Gewässer, und der lokale Damm ist eines der ältesten hydrotechnischen Bauwerke in Russland. Er war notwendig beim Bau der Waffenfabrik, da die Ingenieure planten, Wasser zur Betätigung einiger Mechanismen zu nutzen.
Die Arbeiten zum Bau des Damms begannen im Jahr 1760. Es musste Wald gerodet, das angrenzende Gebiet entwässert und die Ufer gesichert werden. Infolgedessen erreichte der Damm eine Länge von 570 Metern und eine Höhe von fast 9 Metern, während sich das Reservoir über 20 Quadratkilometer erstreckte. Unterhalb des Damms wurden mehrere Produktionsgebäude mit jeweils 10 Wasserrädern errichtet. Eines von ihnen, dank seiner Robustheit, erhielt den Spitznamen Teufel und arbeitete länger als die anderen bis zum Erscheinen der Dampfmaschinen.
Im Sommer 1774 könnten jedoch alle Bemühungen vergeblich gewesen sein. Am 27. Juni eroberten die Truppen von Emeljan Pugatschow die Iževsker Fabrik. Der Selbsternannte verweilte hier zwei Tage, nahm Beschwerden von Arbeitern entgegen, erließ einen Befehl zur Hinrichtung der Führung und befahl, den Damm zu zerstören. Glücklicherweise konnten seine Leute die Sprengarbeiten nicht abschließen, da die Regierungstruppen näher rückten, und sie mussten die Stadt verlassen. Hätten die Aufständischen es geschafft, wären die Fabrik und die umliegenden Straßen überflutet worden. Der Teich spielte auch eine wichtige Rolle im Handel von Iževsk. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts züchtete der Kaufmann Ivan Bodalev hier Stör, Beluga, Karpfen, Zander und Döbel zum Verkauf.
Am Grund des Teiches ruhen interessante „Artefakte“: das gesunkene Dampfschiff „Iž“ und der vergoldete zweiköpfige Adler, der 1918 von den Bolschewiki vom Turm der Waffenfabrik geworfen wurde. Dieses Relikt zieht bis heute Schatzsucher an. Im Jahr 1995 wurde der Damm, als eines der ältesten hydrotechnischen Bauwerke Russlands, zum Denkmal von historischer und kultureller Bedeutung auf Bundesebene erklärt.
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