Die Geschichte der Gründung des russisch-orthodoxen Neuen Valaam Klosters in Finnland ist mit den tragischen Ereignissen des Jahres 1939 verbunden, als aufgrund des Vormarsches der sowjetischen Armee etwa zweihundert orthodoxe Mönche gezwungen waren, ihr früheres Kloster zu verlassen. Die Brüder des Valaam Klosters begannen sofort mit der Suche nach einem neuen Ort für die Gründung eines Klosters. Ein geeigneter Ort wurde schnell gefunden, und am 24. Juli 1940 wurde das alte Anwesen „Papinniemi“ erworben, in das die Mönche zusammen mit den kirchlichen Gegenständen umzogen.
Zunächst hatten die Mönche keine Mittel für den Bau einer vollwertigen Kirche, daher richteten sie eine alte Scheune als Kirche ein. Bald wuchs die Zahl der Brüder durch die Bewohner des Pechengski Klosters, von denen einige, einschließlich des Abtes, von der sowjetischen Macht verhaftet und erschossen wurden. Später zogen Mönche des Konevets Klosters hierher. So wuchs die Zahl der Brüder des Neuen Valaam Klosters schnell, aber erst 1977 konnte das Kloster eine neue Kirche bauen. Die Planung und der Bau wurden von dem bekannten russischen Architekten Ivan Nikolajewitsch Kudrjawzew durchgeführt, der seit Ende der 30er Jahre in Finnland lebte und mit dem Bau von Kirchen beschäftigt war.
Im Jahr 1984 entstand neben der erbauten Verklärungskirche ein Kulturzentrum im Kloster, in dem eine große Bibliothek untergebracht war und verschiedene Veranstaltungen stattfanden. Die Mönche setzten ihre Entwicklung fort, und 1989 wurde ein Gebäude für die Volksschule errichtet. So begannen sie, sich nicht nur mit Gottesdiensten, sondern auch mit Bildungs- und wissenschaftlicher Tätigkeit zu beschäftigen. Das Interesse am Neuen Valaam Kloster bleibt hoch, jährlich besuchen es nicht weniger als 15.000 Menschen. Heute dienen im Kloster ethnische Finnen, die die Erinnerung an die komplexe Geschichte des Klosters sorgsam bewahren und seine Zukunft sichern.
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