Das Institut für Kultur von L.N. Tolstoi, gegründet im Jahr 1944, spielt eine bedeutende Rolle im kulturellen Leben der Hauptstadt Kolumbiens. Gegründet von einer Gruppe von Politikern und Intellektuellen, die die Sowjetunion unterstützen, trägt das Institut aktiv zur Verbreitung von Wissen über die russische Kultur, Geschichte und Gegenwart sowie über Moskau und andere Regionen des Landes bei. In diesem Zentrum, mit Unterstützung der kolumbianischen Öffentlichkeit und Landsleute, werden regelmäßig kulturell-educative Veranstaltungen durchgeführt. Das Institut arbeitet eng mit der Botschaft Russlands in Kolumbien zusammen.
Über viele Jahre hat das Institut die Funktionen des "Russischen Hauses" in Kolumbien erfüllt, da es hier kein Russisches Zentrum für Wissenschaft und Kultur gibt. Das Gebäude des Instituts ist ein architektonisches Denkmal und ist mit Räumen für den Sprachunterricht, einem Salon für literarische Abende und Filmvorführungen, einem großen Konzertsaal, einer Bibliothek und einem Filmarchiv ausgestattet. Seit seiner Gründung gibt es im Institut eine Schule für die russische Sprache.
Die stellvertretende Dekanin der internationalen Fakultät der Tolstoi-Universität teilte ihre Eindrücke von ihrem Besuch im kolumbianischen Institut: „Eine unserer Aufgaben war es, das Interesse an Russland zu wecken. In Barranquilla, im Rahmen der Russlandwoche, besuchten wir die experimentelle Schule Atlantico, wo acht Fremdsprachen, einschließlich Russisch, unterrichtet werden, und führten offene Unterrichtsstunden für Schüler der 9. und 11. Klassen durch. Kolumbianische Kinder führten das russische Lied 'Kalinka' auf, lasen Gedichte von A.S. Puschkin und teilten ihr Wissen über Russland. Sie äußerten auch den Wunsch, Kontakt zu russischen Altersgenossen aufzunehmen, was uns inspirierte, einen interkulturellen Austauschclub für Schüler aus Russland und Kolumbien zu gründen.“
Julia Archangelskaja, Leiterin des Lehrstuhls für Literatur und geistiges Erbe von L.N. Tolstoi, bemerkte: „Wir haben versucht, die Kolumbianer so sehr wie möglich für unsere Kultur und unser Land zu interessieren. Und das ist uns gelungen. 25 Lehrkräfte und Studenten der Universität 'Santo Tomás' haben bereits Tickets für eine Sommerreise nach Russland gekauft, einschließlich eines Besuchs in Tula und Jasnaja Poljana.“
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