Etwa 40 Kilometer von Tscherepowez entfernt liegt das alte Dorf Mjaksa. Die ersten Erwähnungen davon finden sich in Dokumenten aus dem 15. Jahrhundert. In der Vergangenheit führte eine wichtige Poststraße, bekannt als Poschechon-Trakt, durch Mjaksa. Auf diesem Weg wurden Snetka (ein kleiner Fisch, der der europäischen Coregone ähnelt) und die Scheksninsche Weißfisch zum königlichen Tisch geliefert. Im Sommer sperrten die einheimischen Bauern den Fluss mit Netzen, um Fische zum Verkauf zu fangen. Doch nicht nur das brachte Einkommen. Die Böden hier waren fruchtbar, und der Wald diente als Quelle für Brennholz, Baumaterialien, Beeren und Pilze. Dank der günstigen Lage wuchs das Dorf allmählich.
Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts lebten hier etwa 500 Menschen, aber es gab keine eigene Kirche. 1785 wurde mit den Bemühungen der Gemeindemitglieder in Mjaksa die Kirche der Geburt Christi erbaut, neben der ein Altar zu Ehren der Kazan-Ikone der Gottesmutter entstand. Später, im Jahr 1810, wurde die Kirche der Verklärung des Herrn errichtet, die fast hundert Jahre stand, bis zu einem Vorfall.
1924 schwang der Glockenläuter die Glockenzunge so stark, dass sie riss, und eine weitere Nutzung hätte zum Einsturz der Kirche führen können. Es musste eine neue Glocke in Jaroslawl bestellt werden. Die Meister fertigten sie mit großem Eifer an, und sie wog fast 4 Tonnen. Im Winter wurde sie nach Tscherepowez transportiert, aber dann gab es Schwierigkeiten mit dem Transport, kein Auto konnte mit diesem Gewicht umgehen. Letztendlich wurde die Glocke über das Eis von 10 Pferden bis nach Mjaksa gezogen.
Doch alle Bemühungen waren vergeblich, da nach einigen Jahren alle Kirchen geschlossen wurden. Die Kirche der Geburt Christi hat bis heute nicht überlebt, und an ihrer Stelle wurde 2004 eine neue Kirche mit derselben Widmung erbaut.
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