Die Uspenskij-Kirche auf dem Olšany-Friedhof in Prag, gelegen im Stadtteil Žižkov, ist eine orthodoxe Kirche. Der Bau begann am 11. September 1924 mit der Segnung durch Bischof Sergej (Korolev). Das Projekt im neorussischen Stil wurde von Professor W. A. Brandt mit Unterstützung der Architekturstudenten N. P. Pashkovsky und Baron S. G. Klodt entworfen.
Initiator des Bauvorhabens war die „Uspenskij-Bruderschaft“. Bedeutende Unterstützung erhielt man von dem ersten Ministerpräsidenten der Tschechoslowakei, Karel Kramář, und seiner Frau Nadežda Nikolajevna, geborene Chludova. Neben seinem persönlichen Beitrag organisierte Kramář die Sammlung von fast 80 % der benötigten Mittel. Auch der Protopresbyter M. Crvchanin stellte im Namen des serbischen Volkes erhebliche finanzielle Hilfe zur Verfügung, was den Bau einer kleinen, aber ausdrucksvollen Kirche anstelle einer Kapelle ermöglichte.
Die Ingenieure A. M. Mirkovich, S. A. Velichkin und P. P. Nakhodkin übernahmen unentgeltlich die administrative und technische Begleitung des Baus. An den Arbeiten beteiligten sich Studenten und Vertreter verschiedener sozialer Schichten. Fünf Glocken wurden von Alexander I. Karađorđević, der Familie Kramář, russischen Emigranten in der Tschechoslowakei, Metropolit Evlogij (Georgievsky) und Bischof Sergej gespendet.
Die Entwürfe für die Mosaiken und Fresken der Kirche wurden vom bekannten Künstler Bilibin erstellt, jedoch wurden die Malereien aufgrund von Geldmangel erst 1941 und 1946 vollendet.
Die Kirche wurde am 9./22. November 1925 geweiht. Im Jahr 1945, nach der Schließung der Nikolauskirche am Altstädter Ring, wurde die Uspenskij-Kirche zur Pfarrkirche. Stand 2016 finden täglich Gottesdienste in der Kirche statt.
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