Die Kirche der heiligen Barbara befindet sich im Dorf Sowjaki im Bezirk Borowsk der Oblast Kaluga und ist ein Beispiel für den russischen Klassizismus. Das steinerne und warme Gebäude wurde 1811 mit Mitteln von Peter Juschkow, einem wirklichen geheimen Rat und Kammerherrn, errichtet. Die Kirche stand auf dem höchsten Punkt des Geländes, am Ufer des Flusses Protwa. Sie wurde von einer einschiffigen Kuppel gekrönt, und daneben erhob sich der Glockenturm, der bis heute nicht erhalten geblieben ist. In der Nähe befand sich ein Friedhof. Während des Großen Vaterländischen Krieges traf ein Geschoss das Dach der Kirche, woraufhin das Gebäude geschlossen wurde.
In den 1960er Jahren erlebte die Kirche der heiligen Barbara in Sowjaki ein trauriges Schicksal. Die örtlichen Behörden beschlossen, die Kirche abzureißen und den Friedhof zu beseitigen, und die Ziegel sollten verkauft werden. Doch Ende des 20. Jahrhunderts änderte sich die Situation. Im August 1993 besuchte der Erzbischof von Kaluga und Borowsk, Kliment, diesen Ort, und seitdem werden in der zerstörten Stätte jährlich Wasserweihen durchgeführt. Im Jahr 1997 wurde in der Nähe eine Kapelle zu Ehren der neuen Märtyrer Russlands errichtet und eine Sonntagsschule eröffnet. Auf Initiative einer örtlichen Familie, deren Vorfahren auf dem alten Friedhof begraben waren, wurde an dessen Stelle ein Gedenkkreuz aufgestellt.
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