Die Kirche des heiligen Märtyrers Georg in dem Dorf Kossino wurde 1844 erbaut. Ursprünglich befand sie sich im Dorf Krupets, aber nach dem Bau einer neuen Steinkirche auf Anordnung des Fürsten Barjatinski wurde die alte Holzkirche abgerissen und nach Kossino transportiert.
Die Geschichte der Kirche auf dem Gebiet von Kossino begann jedoch viel früher. Forschungen zu Archivdaten, die von der Lehrerin für Grundlagen der orthodoxen Kultur der Kossiner Mittelschule, Tatjana Nikolajewna Babenko, durchgeführt wurden, zeigten, dass die ersten Erwähnungen der Georgskirche auf das 17. Jahrhundert zurückgehen. Im Jahr 1648 wurde eine Aufzeichnung über die Steuer von der Kapelle gemacht, die zuvor die Kirche des heiligen Märtyrers Georg im staatlichen Dorf Kossino war. Im Jahr 1662 wurde die Kapelle zerstört. Später, am 15. November 1699, wurde die neu erbaute Kirche des heiligen Märtyrers Georg in Kossino geweiht. Laut dem "Bericht der Orjoler geistlichen Konsistenz" vom 19. Oktober 1788 gab es im Dorf Kossino bei der Kirche des heiligen Märtyrers Georg 95 Pfarreihäuser, und es dienten ein Priester, ein Diakon und ein Kantor.
Zur Gemeinde der Georgskirche gehörte das Dorf Gorodische. Im Jahr 1890 zählte die Gemeinde 826 Männer und 818 Frauen; im Jahr 1898 waren es 993 Männer und 1019 Frauen; bis 1926 waren es 2709 Personen beiderlei Geschlechts. In verschiedenen Jahren waren die Priester der Kirche Vater Theodosij Alexandrow (1788), Vater Wasilij Korenskij (1815), Vater Nikolaj Tolmatschjow (1890) und Vater Alipij Buksow (1918).
In der Sowjetzeit, beginnend im Jahr 1936, wurde in der zentralen Teile der Kirche Getreide gelagert, aber die Gottesdienste fanden im Altar statt. Die Gemeindemitglieder beteten draußen neben der Kirche, dort fanden auch Beichten und Kommunion statt. Zu dieser Zeit war der Priester, Mönch Stefan, der, laut den alten Bewohnern, nicht lange diente und bald starb. Danach wurde der Priester Porfirij Tatarin (1906-1989) der neue Leiter, der viel für die Wiederherstellung der Gemeinde tat und hier vierzig Jahre diente. Auf dem Friedhof bei der Kirche, hinter dem Zaun, befinden sich die Gräber von Vater Porfirij und seiner Frau, gegenüber die Gräber von Priester Stefan und anderen Geistlichen.
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