In der Vergangenheit befand sich der Erlöser-Tempel in der Nähe der Furt über den Fluss Oka und den Anlegestellen. Während der Hochwasserzeit reichte das Wasser bis zu seinem Eingang. In der Beschreibung von 1626 wird er erwähnt als „Erlösung des Erlösers auf dem Podol mit einer Kapelle zur Geburt der reinen Gottesmutter, aus Holz, in der alten Festung auf dem Podol“.
Der heutige Tempel mit einer Kapelle zu Ehren des Kasaner Ikone der Gottesmutter wurde 1709 begonnen und 1717 fertiggestellt. Obwohl die Kirche offiziell als Erlöser-Tempel „unter dem Berg“ bezeichnet wurde, wurde sie häufiger als Kasaner bezeichnet. Die Hauptspenderin war die Zarin Natalia Alexejewna, die 1000 Rubel spendete. Unter den anderen angesehenen Spendern waren der Stalnik D.A. Mansurov (100 Rubel), der Boyar B.P. Sheremetyev (2 Rubel) und der Fürst A.D. Menshikov (11 Goldchervonets). Einen bedeutenden Beitrag leistete Metropolit Ion (Vasilievsky), der zuvor hier als Protopriester diente.
Im Jahr 1802 wurde eine Kapelle zu Ehren der Anlegung des Gewandes des Herrn eingerichtet und ein Glockenturm gebaut. Der Tempel wurde mehrfach umgebaut und verwandelte sich in ein vielfältiges Ensemble. Der dreigeschossige Glockenturm ist an die Speisehalle angebaut, und der Eingang durch ihn ist mit einem Portikus geschmückt. Der Tempel ist mit fünf Kuppeln gekrönt, von denen die Hauptkuppel auf einem doppelten achteckigen Fundament erhebt. An beiden Seiten des Tempels gab es seitliche Eingänge in Form von Galerien, die nicht erhalten geblieben sind.
Zu Beginn der 1930er Jahre dienten im Kasaner Tempel die heiligen Märtyrer Pawlin (Kroschechkin) und Dimitri (Dobroserdov). Der Tempel wurde 1933 geschlossen, und 1934 wurden die Glocken vom Glockenturm abgeworfen. Ab 1938 befand sich im Gebäude die Kaluger Skulpturenfabrik. Während des Großen Vaterländischen Krieges suchten die Bewohner von Kaluga in seinen Kellern Schutz, und die Spitze des Glockenturms wurde durch einen Artilleriegranaten beschädigt.
Am 8. April 1996 wurde der Tempel der Kaluger Diözese übergeben. In der Kreuzerhöhungswoche 1998 wurde ein vier Meter hohes geschmiedetes Kreuz geweiht, das am Abend des Gründonnerstags auf eine siebzig Meter hohe Glockenturmspitze gesetzt wurde. Am 18. Juli 1998, am Tag des Gedenkens an Sergius von Radonesch, wurden neue Glocken geweiht und auf den Glockenturm gehoben. Seit dem 19. August 2011 begannen im Tempel regelmäßige Gottesdienste.
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