Das Dorf Wotcha liegt im Sysolskij Bezirk der Republik Komi und ist eine der ältesten Siedlungen der Region. Im 16. Jahrhundert diente es als Verwaltungszentrum des Sysolskij Landes. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, zwischen 1849 und 1841, wurde hier die erste Steinkirche erbaut, bekannt als die Kirche der Geburt der Heiligen Gottesmutter. Das genaue Datum ihrer Grundsteinlegung ist nicht erhalten geblieben.
Die Wände der Kirche waren mit ikonographischen Malereien geschmückt, von denen man heute noch Reste sehen kann. Der letzte Priester der Kirche war Vater Tichon Schalamow, dessen Sohn Warlam ein bekannter sowjetischer Schriftsteller wurde. Seine Werke enthalten viele interessante Informationen über das Leben im russischen Norden.
In den 1990er Jahren wurde in der Nähe die Kirche des Märtyrers Viktor errichtet, und die Kirche der Geburt begann zu verfallen. Es wurden keine Mittel für ihre Restaurierung bereitgestellt, und die Gemeindemitglieder wechselten zur neuen Kirche.
Heute lässt der Zustand der Kirche der Geburt der Heiligen Gottesmutter zu wünschen übrig: Das Dach ist an einigen Stellen eingestürzt, und die Übergänge sind mit Gras überwuchert. Obwohl die Kirche seit langem nicht mehr in Betrieb ist, bleibt sie ein architektonisches Denkmal und zieht Touristen aus Russland und dem Ausland an, die kommen, um die erhaltenen Wandmalereien zu bewundern.
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