Die Geschichte des alten Dobrjanka ist eng mit dem Metallwerk verbunden, das 1752 von Baron Sergej Grigorjewitsch Stroganow gegründet wurde. Mit der Entwicklung des Werks und der Zunahme der Arbeiterzahl im Ort entstand die erste hölzerne Kirche, die Geburt-Gottes-Mutter-Kirche. Sie hatte zwei Altäre: einen zu Ehren des Heiligen Nikolaus von Myra, der 1769 geweiht wurde, und einen anderen zu Ehren der Geburt der Gottesmutter, der nicht vor 1777 geweiht wurde.
Die Ikonen für die Kirche schuf der Ikonenmaler Larion Chrebtoff, doch bis heute sind sie nicht erhalten geblieben. Nach einem Brand wurde die Kirche vorübergehend in einem gewöhnlichen Haus untergebracht. Der Bau des neuen Gebäudes wurde persönlich von Graf Stroganow überwacht, der sich für die Gestaltung interessierte und in Moskau einen erheblichen Teil der kirchlichen Utensilien erwarb. 1851 wurden auf seine Anweisung wertvolle „familienmäßige“ Ikonen nach Dobrjanka gebracht, darunter Darstellungen der Verklärung des Herrn und der Gottesmutter. Ein besonderes Geschenk war das Evangelium, das 1606 veröffentlicht wurde.
Bis 1915 gehörte zur Geburt-Gottes-Mutter-Kirche die Kirche im Dorf Ust-Diwja und drei Kapellen: eine metallene in Dobrjanka und hölzerne in Posad und Jarino. An der Kirche gab es eine Bibliothek mit 600 Bänden, und in der Umgebung waren mehrere Schulen aktiv.
Mit dem Machtantritt der Bolschewiki wurden alle Stroganow-Werke, einschließlich des Dobrjanka-Werks, nationalisiert. Im Gebiet wurde das Glockenläuten verboten. Zu Beginn der 1930er Jahre wurden die Kreuze von der Kirche entfernt, und auch der Glockenturm und die Kuppel wurden abgerissen. Im Gebäude wurde ein Kino namens Woroschilow eröffnet.
1967, zum 50. Jahrestag der Oktoberrevolution, wurde das Kirchengebäude umgebaut: Auf der Nordseite wurde ein Anbau mit einem Tanzsaal hinzugefügt. Darin wurde ein Kulturhaus des Bezirks untergebracht, was zur Zerstörung der alten Wandmalereien führte. Bis heute sind nur einzelne Fragmente und die Inschrift „Hl. Ignatius der Gottträger“ erhalten geblieben. Die Gräber rund um die Kirche sind ebenfalls nicht erhalten geblieben.
Im Jahr 2003 wurde die Kirche den Gläubigen übergeben. Ab Juli 2010 ertönten in ihren Mauern wieder Gebete, es begannen die Gottesdienste. Die Bewohner von Dobrjanka beteiligten sich aktiv an Aufräumaktionen, räumten das Gelände und transportierten den Müll ab.
Am 30. Januar 2011, am Tag des heiligen Antonius des Großen, fand in der Kirche der Geburt der Gottesmutter die erste Liturgie statt.
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