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Die Kirche der Schutzherrin der Heiligen Gottesmutter in Salzburg

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Die Kathedrale der Schutzherrin der Heiligen Gottesmutter, die der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland gehört, wurde 1945 gegründet und befindet sich in Salzburg, im Stadtteil Lehen. Der deutsche Name der Kirche ist Russische Orthodoxe Kirche Maria Schutz.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Salzburg zu einem wichtigen Zentrum des orthodoxen Lebens für russische Flüchtlinge in Österreich, da Wien in Besatzungszonen aufgeteilt war und die Nikolai-Kirche sich auf dem Gelände der sowjetischen Botschaft befand. 1956, als die Katholiken ihre Kirche für russische Gottesdienste nicht mehr zur Verfügung stellten, organisierte der Bischof eine Hauskirche der Schutzherrin im ersten Stock des ehemaligen Schlosses der Barone Tinen-Adlerflicht. Sie bot Platz für nur 20 Personen, und vielen blieb nichts anderes übrig, als im Flur zu beten. Die Orthodoxen versammelten sich auch in der Nikolai-Kirche im Flüchtlingsheim, das drei Jahrzehnte lang bestand, und ab 1962 in der katholischen Kirche St. Hieronymus in der Mühlner Hauptstraße 6.

Am 29. Mai 1959 wurde ein Grundstück für den Bau einer neuen Kirche neben dem Fluss Salzach für 49.000 Mark erworben. Das Projekt wurde von dem Architekten Jewgeni Salpius, einem Emigranten aus dem Baltikum, entworfen, und der Bau verlief langsam. Trotz seines Alters reiste der Bischof in die USA, um Spenden zu sammeln. Die neue Kathedrale wurde am 26. Juni 1964 von Erzbischof Stefan und dem Erzbischof von Berlin und Deutschland Alexander (Lowtschik) geweiht. Bei der Zeremonie waren Vertreter der örtlichen katholischen und protestantischen Diözesen anwesend.

Nach dem Krieg war die Orthodoxe Union Österreichs an der Kirche aktiv, die die Interessen aller russischen orthodoxen Flüchtlinge gegenüber den Behörden vertrat. Nach dem Tod von Erzbischof Stefan, der auf dem städtischen Friedhof beigesetzt wurde, wurde die Diözese von Erzbischof Antonij (Bartoshovich), dem Erzbischof von Genf und Westeuropa, geleitet. Mit seinem Tod im Jahr 1993 verlor die Kirche den Status einer Kathedrale, und die Österreichische Diözese wurde Teil der Österreichischen Pfarrei der Deutschen Diözese.

Geo-Punkt

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