Im Dezember 1913 wurde die Entscheidung zum Bau der Kirche getroffen, wofür die Stadt dem neu ernannten Bischof von Omsk und Pawlodar, Andronik (Wladimir Nikolskij), zu danken hat. Er brachte die Traditionen von Wladimir und die Listen der wundertätigen Ikonen in die lokale Diözese, einschließlich einer Kopie der Novgoroder Ikone Znameniye der Himmelskönigin, die zunächst in seiner Hauskirche aufbewahrt wurde.
Ein Grundstück für die Kirche wurde im Februar 1914 gefunden, danach begann die Sammlung von Mitteln. Im Baukomitee war auch Andronik vertreten, und die Arbeiten wurden unter der Leitung des Auftragnehmers I.P. Okinschew durchgeführt. Geplant war, dass im Gebäude nicht nur die Kirche, sondern auch Räume für eine Schule und missionarische Aktivitäten untergebracht werden. Der Bau wurde bereits ohne Andronik abgeschlossen, da er im Sommer desselben Jahres zum Bischof von Perm und Kungur ernannt wurde, wo er 1918 kurz vor seiner Hinrichtung Erzbischof wurde.
Der Bau der Kirche verzögerte sich aufgrund des Ersten Weltkriegs und des anschließenden Bürgerkriegs, aber 1918 wurde die Kirche dennoch geweiht. Der erste Protopriester wurde Wassili (Pljaskin). Das einstöckige Gebäude aus rotem Ziegel, das sich von Westen nach Osten erstreckte, endete mit einer dreiteiligen Apsis. Der Vorraum war schmal, aber unter dem Gebäude befand sich ein geräumiger Keller. Die Dekoration war im stilisierten russischen Stil gehalten. Der erste spitzgiebelige Glockenturm stand neben der Kirche, wurde aber 1923 abgerissen und ein neuer über dem Vorraum errichtet.
Die Kirche überstand die ersten Jahre der Sowjetmacht, wurde jedoch 1938 geschlossen, und das Gebäude wurde für städtische Zwecke genutzt. Kirchliche Werte wurden beschlagnahmt, ein Teil nach Moskau geschickt, ein Teil an lokale Kulturhäuser übergeben, und mehr als 100 wertvolle Ikonen wurden verbrannt. In der Kirche befanden sich Werte geschlossener Kirchen, weshalb unter den Zerstörten viele alte Ikonen waren.
In den 40er Jahren wurde in dem ehemaligen Kirchengebäude eine Reifenwerkstatt untergebracht, für die die Kuppeln und der Glockenturm überflüssig waren. Später war hier eine Fahrschule. Das Gebäude wurde Anfang der 90er Jahre an die Omsk-Tarskaya Diözese zurückgegeben. Zur gleichen Zeit wurde es in das lokale Register der geschützten Architekturdenkmäler aufgenommen und die Restaurierung der Kirche begann. Die Zwiebelkuppel und das Zeltdach über der Apsis wurden 1999 nach dem Entwurf des Architekten P.A. Samusodov hinzugefügt. Die Kirche ist heute aktiv und beherbergt eine Handwerkerschule. Sie befindet sich in der Kuibyshev-Straße, in der Nähe der Kreuzung mit der Mayakowskij-Straße. Die Znamenskirche ist mit jedem Verkehrsmittel bis zur Haltestelle „Stepenna-Straße“ erreichbar.
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