In den frühen 1920er Jahren fanden sich etwa zwei Millionen unserer Landsleute im Exil wieder, und viele von ihnen führten im Ausland erstaunliche Leben.
Olga Stepanowna Chochlowa wurde am 17. Juni 1891 in einer Familie von Colonel geboren. Sie erhielt eine ausgezeichnete Ausbildung und zeigte schon in ihrer Kindheit außergewöhnliche Fähigkeiten in der Choreografie, insbesondere für das Ballett, dem sie ihre ganze Zeit widmete.
Dank ihrer Fleiß und ihres Talents erreichte Olga Stepanowna Erfolge in ihrer kreativen Karriere. Mit 24 Jahren trat sie dem "Russischen Ballett" von Diaghilew bei und ging auf ihre ersten Auslandsauftritte. Der Ruhm holte die junge und talentierte russische Ballerina schnell ein. Als 1917 in Russland Unruhen ausbrachen, entschied sie sich, in Europa zu bleiben.
In dieser schwierigen Zeit für Russland trat Olga Stepanowna in vielen Ländern und auf mehreren Kontinenten auf. Nach einem ihrer Auftritte in Barcelona lernte sie ihren zukünftigen Ehemann, den spanischen Künstler Pablo Picasso, kennen.
Fern von der Heimat setzte Olga Stepanowna ihre geliebte Tätigkeit fort und fand 1918 ihr familiäres Glück mit dem bekannten Spanier. Zunächst war ihre Ehe glücklich, und bald wurde ihr Sohn geboren. In den ersten Jahren deutete nichts auf eine Störung in ihrer Beziehung hin.
Doch 1927 begann ihr Familienleben aufgrund von Picassos langanhaltender Affäre mit einem jungen Model zu zerbrechen.
Nach der Trennung brachte Olga Stepanowna eine Tochter von ihm zur Welt. Picasso gab ihr nie die offizielle Scheidung, da er nicht wollte, dass das Vermögen geteilt wird. Chochlowa war eine fürsorgliche Mutter, die ihre Kinder mit Wärme und Aufmerksamkeit umgab. Sie litten nicht unter Mangel und liebten ihre Mutter sehr, die bis zu ihrem Lebensende für sie der Sinn des Lebens blieb.
Olga Stepanowna lebte 63 Jahre und starb am 11. Februar 1955. Sie fand ihre letzte Ruhestätte auf dem Friedhof Grand Jas in Cannes, wo viele andere russische Emigranten ruhen.
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