Die bäuerliche Umgebung war immer reich an Talenten, aus ihr gingen viele bekannte Wissenschaftler, Künstler, Bildhauer, Juweliere, Ingenieure und andere begabte Menschen hervor. Unter ihnen war auch Peter Ionowitsch Gubonin, der ein Ölindustrieller wurde. Seine Interessen beschränkten sich nicht nur auf die Ölförderung. Aber alles der Reihe nach.
Gubonin wurde 1825 im Dorf Borissowo im Kolomensker Kreis der Moskauer Provinz in einer Familie von Leibeigenen geboren. Mit 17 Jahren ging er nach Moskau, um Geld zu verdienen, wo er als Handwerker arbeitete. Mit 33 Jahren hatte er genug Geld gespart, um sich seine Freiheit zu erkaufen. Zu dieser Zeit begann die Ölindustrie sich zu entwickeln, was durch den raschen Ausbau der Eisenbahnen begünstigt wurde, da die Züge Treib- und Schmierstoffe benötigten. Peter Ionowitsch beschloss, sein Glück in diesem neuen Geschäft zu versuchen, und gründete 1874 die Bakuer Ölgesellschaft. Die Produkte seiner Fabrik zeichneten sich durch hohe Qualität aus und erhielten bald eine bronzene Medaille auf der Allrussischen Industrieausstellung in Moskau. Aber Gubonin gab sich damit nicht zufrieden. Mit seinen Verbindungen trat er mit Dmitri Mendelejew in Kontakt und bot ihm an, leitender Berater für technische und chemische Fragen zu werden. In Gubonins Werk wurde das erste der Welt in Betrieb genommene Gerät zur kontinuierlichen abfallfreien Destillation von Öl, das von dem Wissenschaftler erfunden wurde, eingeführt. Darüber hinaus organisierte Peter Ionowitsch ein Netzwerk zur Lieferung von raffiniertem Öl in den europäischen Teil des Reiches.
Doch das Ölgeschäft war nicht seine einzige Leidenschaft. Gubonin strebte danach, den Süden Russlands in einen florierenden Kurort zu verwandeln, und er war fast erfolgreich dabei. 1881 erwarb er das Anwesen Gurzuf in der Krim. Dort baute er sieben Hotels, führte eine Wasserleitung zu ihnen, organisierte ein Schlammbad, gestaltete die Uferpromenade, Gewächshäuser, Brunnen und Parks. Gubonin vermachte den Wunsch, in Gurzuf beigesetzt zu werden, und 1894 wurde er in der von ihm erbauten Kirche der Himmelfahrt der Gottesmutter beigesetzt.
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