In der Stadt Gubacha im Gebiet Perm befindet sich ein Museum mit dem faszinierenden Namen „Museum KUB“. Es ist ein Heimatmuseum, das sich durch seine Ungewöhnlichkeit auszeichnet.
Die Geschichte des Museums beginnt mit seiner Eröffnung am 6. November 1967. Die Gründung des Museums war anlässlich des 50. Jahrestages der Oktoberrevolution, was der sowjetischen Tradition entsprach, kulturelle Einrichtungen zu bedeutenden Daten zu eröffnen. Initiator der Gründung des Museums war der Arbeitsveteran N. A. Gavrilov, der sich über die Zeitung „Uralischer Bergmann“ an die Öffentlichkeit wandte. Ein wichtiges Ereignis war die Stadtversammlung, die am 14. April 1967 im Klub des Koksohchemischen Werks „Metallurg“ stattfand.
Im Dezember 1980 wurde dem Museum der Titel „Volksmuseum“ verliehen. Bis 1993 existierte es dank der Unterstützung lokaler Unternehmen, und ab 1992 wurde es eine kommunale Einrichtung. Heute hat das Museum seine Ausstellungen erneuert und sich verwandelt. Der Name „KUB“ steht für das Kizel-Kohlebecken, und das Museum ist der Kohle und ihrer Förderung im Gebiet Perm gewidmet. Sogar die Gestaltung des Museums ist mit Kohle umgesetzt.
Das Kizel-Kohlebecken befand sich am westlichen Hang des Mittleren Ural im Gebiet Perm und erstreckte sich über eine Fläche von anderthalbtausend Quadratkilometern. Zum ersten Mal wurde hier 1783 Kohle beim Bau eines Damms für das Kizel-Gießereiwerk gefunden. 1786 entdeckte Moisey Jugov neue Vorkommen, und 1797 begann die Kohlenförderung in der ersten Grube „Zaprudnaya“, was den Beginn der industriellen Erschließung des Beckens darstellte.
Bis 1885 waren im Becken 22 Gruben in Betrieb, und zu Beginn des 20. Jahrhunderts war deren Zahl auf 36 gestiegen. In den Jahren des Großen Vaterländischen Krieges nahm die Kohlenförderung zu, es wurden neue Vorkommen erschlossen. 1956 gab es im Becken 37 Gruben, und 1959 erreichte die Förderung 12 Millionen Tonnen. Aufgrund der Unrentabilität begann 1997 die Schließung der Gruben, und bis 2002 hörte das Becken auf zu existieren.
Im Museum kann man mehr über die Herkunft der Kohle, ihre Förderung und Verwendung erfahren. Die Exponate erzählen von der Arbeit der Bergleute, Werkzeuge und Ausrüstungen sind ausgestellt. Man kann auch mehr über Moisey Jugov, den Entdecker der Ural-Kohle, erfahren. Die Ausstellung zeigt, wie Kohle in verschiedenen Branchen wie Medizin, Bauwesen und Chemieindustrie verwendet wird.
Ein eigener Teil des Museums ist dem Beitrag des Kizel-Beckens zum Sieg im Großen Vaterländischen Krieg gewidmet. Außerdem gibt es im Museum Legenden, zum Beispiel über die Stoßzähne eines Mammuts, die angeblich Tore zu einem Mini-Park bilden. Eine andere Legende handelt von den Mühlsteinen und einem Jungen, der einen Frosch rettete.
Vor dem Museum steht ein hölzernes Kunstobjekt, der Vogel-Eidechse Igor, geschaffen von Daria Lisitsyna im Jahr 2014 im Rahmen einer internationalen Kunstresidenz. Auch am Eingang kann man das Permmeer und seine Bewohner sehen.
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