Peter Nikolajewitsch Georgier (1837-1892) war Künstler und Akademiker der Kaiserlichen Akademie der Künste. Trotz seines Nachnamens wurde er nicht in Georgien, sondern in der Provinz Kursk in einer Familie eines nicht wohlhabenden russischen Landbesitzers geboren. Der Legende nach erhielt sein Vater diesen ungewöhnlichen Nachnamen von Vorfahren, die an der Eroberung des Kaukasus beteiligt waren.
Mit 14 Jahren beschloss Peter Georgier, an der Kaiserlichen Akademie der Künste zu studieren. Bereits während seiner Ausbildung schuf er Gemälde, die ihm in künstlerischen Kreisen Bekanntheit einbrachten: "Biwak des Leibgarde-Kosakenregiments", "Soldaten-Furagiers", "Zigeunerlager". Er malte auch Bilder zu aktuellen Themen. Im Jahr 1860 wurde seine Abschlussarbeit das Gemälde "Die Einnahme des Auls Gunib", das der Niederlage der Truppen des Imams Schamil gewidmet war. Für dieses Werk erhielt er eine Goldmedaille und wurde ins Ausland geschickt, um sein Können zu verfeinern.
In Paris schuf Georgier ein weiteres Werk zum Thema Kaukasuskrieg: "Die Aufgabe der Auls durch die Bergbewohner bei Annäherung der russischen Truppen". Dieses Bild war so ausdrucksstark, dass er bei der ersten Präsentation sofort den Titel Akademiker der Schlachtenmalerei erhielt. Führende Museen in England, Österreich-Ungarn und Frankreich bemühten sich, dieses Gemälde in ihren Ausstellungen zu zeigen.
Peter Nikolajewitsch selbst zog es jedoch vor, Bilder zu malen, die dem Alltag des russischen Lebens gewidmet waren. Er schuf einen großen Zyklus von Alltagsszenen und Landschaften, darunter "Posttroika", "Holzfäller", "Das Dorf feiert" und andere. 1876 wurden auf einer Ausstellung in Philadelphia seine Werke "Troika im Schneesturm" und "Begegnung der Frischvermählten" präsentiert, die die Aufmerksamkeit der Besucher durch ihre Ehrlichkeit und ihr Können auf sich zogen. Besonders bekannt ist das Bild "Rodeln zur Butterwoche", dessen Original im Museum für Pferdezucht der Moskauer Landwirtschaftsakademie benannt nach Timirjasew aufbewahrt wird. Es zeigt rasende Troikas auf einer abendlichen Dorfstraße. Nach dem Schneesturm ist ein Stück purpurroter Sonnenuntergang am Himmel zu sehen. Trotz der Kälte und des Windes steht nichts dem Feiern des fröhlichen russischen Festes im Wege.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.
Um einen Kommentar zu hinterlassen, mit Google anmelden.