David Ivanovich Grimm, geboren am 22. März (3. April) 1823 und gestorben am 9. (21.) November 1898, war ein herausragender russischer Architekt und einer der Begründer des „russischen Stils“. Er war in den Jahren 1888 und 1890 Vorsitzender der Petersburger Gesellschaft der Architekten und war Akademiker der Architektur.
Grimm erforschte die mittelalterliche Architektur des Kaukasus und entwarf Kultgebäude in Städten wie Chersones (Sevastopol), Tiflis, Kopenhagen, Genf, Nizza und Bethlehem, wo er eine Kirche im Namen der heiligen Maria baute. Darüber hinaus entwarf er verschiedene Bauwerke in Sankt Petersburg und dessen Umgebung sowie in Livadia, Schytomyr, Woronesch und der Provinz Rjasan.
Geboren in Sankt Petersburg, besuchte Grimm die Deutsche Schule St. Peter und die Akademie der Künste, wo er für seine Erfolge im Zeichnen und in der Architektur 1843 und 1845 mit Silbermedaillen ausgezeichnet wurde. Bei seinem Abschluss erhielt er eine kleine Goldmedaille für das Projekt eines Frauenklosters und eine große Goldmedaille für das Projekt eines Gebäudes für die Messe.
Grimm studierte die Denkmäler der Kirchenarchitektur Georgiens und Armeniens im Kaukasus und reiste durch Kleinasien, das europäische Türkei, Griechenland und Westeuropa. Nach seiner Rückkehr im Jahr 1855 erhielt er den Titel eines Akademikers der Architektur für seine Zeichnungen und Entwürfe. Ab 1860 war er Professor an der Akademie der Künste und lehrte dort bis 1887. Von 1888 bis 1892 war er Prorektor für Architektur an der Akademie.
Er unterrichtete auch an der Bauakademie des Ministeriums für Verkehr und arbeitete als Architekt im Wasserbauamt. Grimm war Gründungsmitglied und Vorsitzender der Petersburger Gesellschaft der Architekten und gehörte zur Redaktion der Zeitschrift „Zodchy“. Ab 1892 war er Architekt des Kaiserlichen Hofes und Ehrenmitglied der Akademie der Künste.
David Ivanovich Grimm starb in Petersburg und wurde auf dem Smolensker lutherischen Friedhof beigesetzt. Sein Sohn Hermann wurde ebenfalls ein bekannter Architekt. Ein anderer Sohn, David, war ein bekannter Jurist und Politiker, und der dritte Sohn, Erwin, war Professor für allgemeine Geschichte und Rektor der Universität. Sein Enkel G. G. Grimm wurde Bauingenieur und Architekturhistoriker.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.
Um einen Kommentar zu hinterlassen, mit Google anmelden.