Das Staatliche Historische Museum des Südural, das von den Einwohnern und Gästen Tscheljabinsks oft als Heimatmuseum bezeichnet wird, erhielt 2016 seinen neuen Namen. Das alte Name bleibt jedoch nach wie vor im Gedächtnis. Das Museum befindet sich im historischen und administrativen Zentrum von Tscheljabinsk, in der Straße Truda, einer der ältesten Straßen der Stadt. In der Nähe befinden sich beliebte Orte für Spaziergänge und Unterhaltung: die Fußgängerzone Kirovka, der lokale Arbat, der Platz der Revolution, der Zirkus und die Uferpromenade des Flusses Miass.
Das moderne Gebäude des Tscheljabinsker Heimatmuseums wurde 2006 erbaut, obwohl seine Geschichte lange davor begann. 1913 erschienen im Tscheljabinsker Realgymnasium die ersten Exponate, darunter Bücher, Karten und Sammlungen zur Geologie, Zoologie und Botanik. Die offizielle Eröffnung des Museums fand 1923 statt.
Die Mitarbeiter des Museums führten aktive Forschungs- und Bildungsaktivitäten durch, sammelten neue Exponate und organisierten Bildungsangebote. Das Museum wechselte mehrfach seinen Standort und zog 2006 in ein eigens dafür errichtetes Gebäude am Ufer des Flusses Miass, das eine Fläche von 10.500 m² einnimmt. Seit den 90er Jahren befindet sich das Museum auf dem Gelände der ehemaligen Tscheljabinsker Festung, deren architektonisches Erscheinungsbild an ein Fort erinnert, das die Grundlage des modernen Tscheljabinsk bildet.
Heute zieht das Tscheljabinsker Heimatmuseum Besucher nicht nur mit seinen Ausstellungen an, sondern auch mit der Möglichkeit, schöne Fotos von der Uferpromenade des Flusses Miass zu machen, von wo aus man einen herrlichen Blick auf die Stadt hat. Rund um das Museum wurde eine Fußgängerzone und ein Steingarten angelegt, und auf dem Dach des Gebäudes gibt es Aussichtsplattformen. Im Sommer ist es hier besonders schön, und dieser Teil von Tscheljabinsk ist auf jeden Fall einen Besuch wert.
Das Museum hat das ganze Jahr über geöffnet, ist aber im Juni besonders beliebt bei Gruppen von Kindern und Jugendlichen aus den Sommerlagern der Region. Zu dieser Zeit werden Führungen angeboten, die speziell für Schüler angepasst sind. Zu anderen Zeiten bietet das Museum eine Vielzahl von Ausstellungen und Veranstaltungen an: Festivals, Vorträge, Workshops und Praktika für alle Altersgruppen.
Die ständige Ausstellung des Museums stellt das wertvolle historisch-kulturelle Erbe der Region dar. In den Sälen mit moderner Multimedia-Ausstattung befinden sich vier ständige Ausstellungen, darunter eine Aussichtsplattform auf dem Dach. In den Beständen werden etwa 300.000 Exponate aufbewahrt, die mit der Natur, Geschichte, Kultur und Archäologie der Region verbunden sind.
Der erste Saal ist der Geschichte und Natur des Südural von der Urgeschichte bis zur Gegenwart gewidmet. Zu den Schlüssel-Exponaten gehört ein Meteoritensplitter, der 2013 fiel, und die Überreste eines Meeresreptils, des Mosasaurus, die 2014 gefunden wurden. Die Geschichte des Meteoriten, der im See Tschebarkul fiel, ist unter den Tscheljabinskern noch lebendig. Trotz der Zerstörungen, die durch die Druckwelle verursacht wurden, wurde niemand verletzt.
Im zweiten Saal sind Beispiele des Volkslebens der Süduraler vom Eisenzeitalter bis zum 19. Jahrhundert zu sehen. Die Besucher können nicht nur das Haushaltsgerät dieser Zeit besichtigen, sondern auch an Mini-Vorführungen teilnehmen, wie einem Markt oder einem Salon eines Kaufmannshauses.
Der dritte Saal ist den Exponaten aus den Ersten und Zweiten Weltkriegen und der Ära Tankograd gewidmet. Hier sind nicht nur militärische Artefakte, sondern auch Elemente des friedlichen Lebens des 20. Jahrhunderts ausgestellt. Im Sommer ist eine Fotoausstellung auf dem Dach des Museums geöffnet. In der Halle können Souvenirs aus Naturstein erworben werden: Schmuck, Kästchen, Wandbilder und Schlüsselanhänger.
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