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Städtisches Entbindungsheim A. A. Abrikosowa

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In diesem schönen grünen Haus, das zwischen 1903 und 1906 im Stil des Wiener Secessions von dem Architekten Illarion Alexandrowitsch Iwanow-Schiz erbaut wurde, befand sich bis vor kurzem eines der ältesten Entbindungsheime Moskaus, das Entbindungsheim Nr. 6 namens A. A. Abrikosowa. Jetzt ist es geschlossen. Wir verlieren unsere Geschichte, indem wir die Namen herausragender Bürger und ihr selbstloses Wirken zum Wohle der Zukunft aus dem Gedächtnis zukünftiger Generationen tilgen. Welche Geheimnisse bewahren die Wände dieses Hauses?

Agrippina Alexandrowna Abrikosowa, geborene Musatowa, brachte ihrem Mann, dem "Schokoladenkönig" Russlands Alexei Iwanowitsch Abrikosow, 22 Kinder zur Welt und widmete den Großteil ihres Lebens der Mutterschaft, der Kindheit und den Fragen der Geburtshilfe. In der Miusskaja-Straße in Moskau entstand 1889 dank ihrer Bemühungen ein kleines kostenloses Entbindungsheim und eine Klinik für Frauen mit sechs Betten. Die Einrichtung hieß "Kostenloses Entbindungsheim und gynäkologische Klinik mit ständigen Betten von Agrippina Alexandrowna Abrikosowa in Moskau". In einem Jahr wurden hier etwa zweihundert Kinder geboren, und die Sterblichkeit unter Neugeborenen und Wöchnerinnen betrug nur ein Prozent, was für die damalige Zeit eine herausragende Kennzahl war.

Agrippina Alexandrowna starb 1901 und hinterließ ein Testament, in dem ihre Angehörigen die Moskauer Behörden um eine Spende von 100.000 Rubel für den Bau und die Ausstattung eines städtischen kostenlosen Entbindungsheims namens A. A. Abrikosowa baten. Die Moskauer Stadtverordnetenversammlung nahm das Angebot an, stellte ein Grundstück auf dem Miusskaja-Feld zur Verfügung, und 1903 wurde das von dem Architekten I. A. Iwanow-Schiz entworfene Gebäude genehmigt.

Der Organisator des Baus und der Kurator des Entbindungsheims wurde der Sohn der Abrikosows, Wladimir Alexejewitsch, und das Heim selbst wurde nach den Vorstellungen von Alexander Nikolajewitsch Rachmanow, dem Schwiegersohn der Abrikosows, einem herausragenden Arzt für Geburtshilfe und dem ersten Direktor des Entbindungsheims, entworfen und ausgestattet.

Am 25. Mai 1906 wurde das Entbindungsheim eingeweiht, und am 3. Juni desselben Jahres begann die Aufnahme der Wöchnerinnen. An der Fassade des Gebäudes standen die Inschriften: "Städtisches Entbindungsheim" und "namens A. A. Abrikosowa". So wurde der Traum von Agrippina Alexandrowna Abrikosowa Wirklichkeit, deren Nachkommen sich in verschiedenen Bereichen der Wissenschaft und Kultur einen Namen machten. Dazu gehören der Nobelpreisträger für Physik A. A. Abrikosow, der Akademiker der AMN der UdSSR A. I. Abrikosow, der Künstler M. F. Schemjakin, der Volkskünstler der UdSSR A. L. Abrikosow und andere.

Am 6. Dezember 1918 wurde das Entbindungsheim zu Ehren von N. K. Krupskaja umbenannt, die keine Kinder hatte und für Abtreibungen eintrat. Nach dem Weggang von A. N. Rachmanow im Jahr 1925 wurde der Name Abrikosowa vergessen, und an der Fassade des Entbindungsheims erschien anstelle ihres Namens der Name Krupskaja. In der Eingangshalle wurde anstelle der Gedenktafel für Agrippina Alexandrowna ihr Porträt angebracht.

Das Gebäude wurde mehrfach umgebaut. 1994 erreichten die Nachkommen der Abrikosows die Rückgabe des historischen Namens an das Entbindungsheim. 1999 wurde es das erste Entbindungsheim in Moskau, das den Titel WHO/UNICEF: "Kindgerechtes Krankenhaus" erhielt.

Heute existiert das Entbindungsheim Nr. 6 namens Agrippina Alexandrowna Abrikosowa, das vielen Generationen von Moskauer Bürgern das Leben geschenkt hat, faktisch nicht mehr.

Geo-Punkt

Городской родильный дом имени А. А. Абрикосовой

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