Das städtische Anwesen N. A. Maikowa entstand im XIX. Jahrhundert, nachdem es sich von dem großen Anwesen am Tverskoy-Boulevard abgetrennt hatte, wo das Hauptgebäude mit der Nummer 14 heute ein Hotel ist. Zu Beginn des XIX. Jahrhunderts ging das Anwesen in den Besitz der Mosolows über und wurde bald in Teilen verkauft. In der Mitte der 1820er Jahre erwarb die Witwe des Rittmeisters A. N. Tschichatschow eines der Gebäude, das heute die Nummer 16 trägt. Später ging es durch Erbschaft an ihre Tochter N. A. Maikowa, deren Ehemann ein Vetter des bekannten Dichters A. N. Maikow war.
Das zweigeschossige Haus zeichnete sich durch Rustika im Erdgeschoss und Fenster mit geraden Rahmen im Obergeschoss aus. Der Dachgesims war mit einer schmiedeeisernen Balustrade verziert, und die Fassade hatte Pilaster mit leichtem Rustika, was dem Gebäude einen besonderen Charme verlieh. Das Haus war in kleine Wohnungen unterteilt, die vermietet wurden.
Einer der bekanntesten Bewohner war B. N. Tschitscherin, ein Tambower Grundbesitzer und Politiker, der in den 1880er Jahren Bürgermeister von Moskau wurde. Zu dieser Zeit war er Student an der Moskauer Universität und hinterließ interessante Erinnerungen an Moskau und das Haus: „Unsere Wohnung war am Tverskoy-Boulevard. Der Ort war zentral, und bald wurde unsere Wohnung ein Treffpunkt für den Studentenclub. Hier kamen nicht nur unsere Kameraden: Schcherbatow, Talizin, Aljabjew, Korsakow, sondern auch Studenten anderer Jahrgänge und Fakultäten, sogar Absolventen der Universität wie Samarin, Ustinow, Uchtomski, P. Wasiltschikow, zeitweise L. Golizyn sowie die Freunde des jüngeren Bruders, P. Basiljewski und Kapnist. Wir nannten es den Maikow-Club.“
In den 1850er Jahren lebte hier N. W. Putjata mit seiner Frau S. L. Engelhardt, ein Verwandter und Freund des Dichters E. A. Baratynski, dessen erster Biograf er war. Putjata kümmerte sich um die Bewahrung des Andenkens an seinen großen Freund im Anwesen Muranowo. Er war mit vielen bekannten Literaten seiner Zeit bekannt, darunter Fürst W. F. Odojewski, F. N. Glinka, S. T. Aksakow und N. W. Gogol. 1869 heiratete seine Tochter Olga den jüngeren Sohn des Dichters F. I. Tjutschew.
In den 1870er Jahren lebte hier der bekannte Moskauer Memoirenschreiber D. I. Nikiforow, der ausführliche Erinnerungen an Moskau und den Tverskoy-Boulevard hinterließ. In der zweiten Hälfte des XIX. Jahrhunderts befanden sich im Erdgeschoss des Hauses Geschäfte, in denen Bilder und Kosmetik verkauft wurden.
Nach der Revolution wurde hier eine Wohnungsgenossenschaft gegründet. Von 1983 bis in die 1990er Jahre befand sich in dem Gebäude die Redaktion des Almanachs „Denkmäler der Heimat“. In den frühen 2000er Jahren wurde eine Rekonstruktion mit Anpassung an Büroflächen durchgeführt. Das Haus wurde faktisch abgerissen und neu gebaut, und jetzt befinden sich hier Luxusbüros.
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